30 Mai

Wie Sie Aerger entmachten…

In diesem Beitrag geht es um das Thema Aerger, und wie wir dessen Entstehung verstehen und damit besser umgehen können. 

Die fünf Haupt- Gründe des Ärgers und seine Konsequenzen

Alarm Aerger! Natürlich – wir sind Menschen. Und Menschen ärgern sich halt manchmal. Wenn sie sich nicht ärgern, spielen sie womöglich “Mensch, ärgere dich!” Ohne jetzt darauf eingehen zu wollen, ob das vielleicht einem schwarzen Teil unserer Seele entspricht, wenn wir uns freuen, wenn der andere sich ärgert….

Faktum ist, dass der Aerger auf jeden Fall Konsequenzen hat – für Sie selbst und/ oder Andere, also ist es legitim, sich damit zu beschäftigen.

Warum wir uns ärgern – einige typische Gründe des Aergers

  • der andere hat/bekommt etwas, das wir gerne selbst hätten und wir wissen nicht, wie wir das bekommen können – wir ärgern uns
  • der andere macht etwas, dass wir uns nicht zugestehen oder trauen würden oder auch nicht ok finden
  • der andere löst unabsichtlich einen Stimulus, einen “Anker”  bei uns aus. Das kann ein Augenbrauen  hochziehen, ein Tonfall, eine Stimme, Handbewegung sein, die wir in der Vergangenheit schon mal – und das negativ – erlebt haben. Damit fallen wir zurück in die damalige Zeit und haben auch nur die damaligen Fähigkeiten zur Verfügung, wir sind also wieder ziemlich klein..
  • Unklares Ziel: es wird etwas vereinbart, jeder hat aber dazu leider eine andere Vorstellung. Das Ergebnis muss für einen unbefriedigend sein, wir ärgern und doppelt, weil wir haben doch vereinbart….
  • der andere wiederholt unseren Gedanken, nur so, dass es jetzt alle hören

Kosten des Aergers

Die Kosten des Aergers sind oft in der Wirtschaft sehr hoch. Aus Ärger wird etwas nicht intern kommuniziert, jemand nicht informiert, etwas blockiert, Die WKOÖ hat vor Jahren einmal dazu eine Studie präsentiert – die Zahlen waren beeindruckend.

Also besser, wir lernen mit diesem, sehr menschlichen Gefühl umzugehen!

Wie kommen wir mit Aerger klar?

Erster Tipp zur Reduktion von Aerger:

Durchatmen. Wenn Sie atmen, versorgen Sie Ihr Hirn mit Sauerstoff. Das ist nicht nur überlebensnotwendig sondern auch sehr hilfreich, wenn es darum geht, Alternativen zu finden. Sie wollen raus aus dieser Situation, also brauchen Sie Ideen. Ideen verlangen Sauerstoff – erst dann können Sie wieder resourcenvoll handeln.

Zweiter Tipp zur Reduktion von Aerger:

den anderen aussprechen lassen. Vielleicht hat er/sie sich selbst mächtig geärgert und lässt es jetzt an Ihnen los. Sinnlos, in solch einer Situation zu versuchen, den  Anderen mit Argumenten zu kommen! Denn jetzt fehlt ihm/ihr der Sauerstoff und ist wenig rational. Da können Sie nicht gewinnen. Besser: ausreden lassen, bis sich die negative Energie reduziert, und dann den Zaubersatz: ICH VERSTEHE SIE! Vielleicht ist es aus seiner/ihrer Sicht nachvollziehbar warum er/sie so in Saft gingen. Diese Aussage öffnet Türen zum “normalen ” Austausch….

Dritter Tipp zur Reduktion von Aerger:

Wenn bei Ihnen so richtig “die Post abgeht”, durchatmen und sich vorstellen, man sitzt in einer Ecke an der Decke und schaut auf die Situation herunter. Damit begeben Sie sich in eine “externe Sichtweise” (dissoziiert) und allein deswegen entmachten Sie den Ärger bis zu einem gewissen Grad. Wenn Ihnen das gelingt, können Sie analysieren, ob es sich womöglich um einen ausgelösten Anker geht (vor allem, wenn sonst wenig Gründe Ihren Ärger legitimieren) oder warum der/die Andere gerade so viel Macht über Sie hat, dass dieses intensive Gefühl bei Ihnen ausgelöst wird….

Vierter Tipp zur Reduktion von Aerger:

Sie entscheiden, ob Sie sozusagen den dunklen oder hellen Drachen in Ihnen füttern wollen (Kutschera).  Sie sind sozialisiert und sich dessen bewusst, dass Sie selbst entscheiden, ob Sie diesem Gefühl nachgeben oder das Fenster öffnen und die negativen Gedanken verschwinden lassen. Ob Sie sich in zwei Jahren noch daran erinnern werden? Das sind dann womöglich nur Wolken, die vorbei ziehen…..

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