21 Okt

Selbständigkeit – vom Abenteuer zur Erfüllung.

Von den Plus und Minus in der Selbständigkeit.

Ein Gedankenanstoß für unsichere Momente für die weitere Berufswahl. Lesen Sie hier, ob Sie ein Typ für den Chefsessel sind oder eher weniger.

Es sei vorweg genommen: nicht jeder ist für die Selbständigkeit geboren! Das ist natürlich eine sehr persönliche Sichtweise und man/frau kann auch vieles lernen. Dennoch sind mir in den über 20 Jahren meiner Selbständigkeit gewisse “Typen” von Menschen begegnet, wo ich meine,  gewisse Muster zu erkennen, die eher dafür oder gegen den Weg zum Chefsessel sprechen.

Grundsätzlich zur Selbständigkeit – Ein Auszug von 10 Punkten pro und contra

Was  spricht eigentlich dafür?

  • die Freiheit, den Arbeitsalltag nach eigenem Gutdünken zu gestalten
  • Projekte anzunehmen, abzulehnen, eigene zu entwickeln
  • Mehr Spielraum bei allen kaufmännischen Entscheidungen
  • direktes feedback zur eigenen Leistung
  • weg vom Heer der Angestellten hin zu einer individuell aufgebauten Firma
  • Chefs, Kollegen/innen und auch Kunden die nicht zu den eigenen Werten passen
  • mittlerweile: gutes Image in der Gesellschaft
  • Chance auf Selbstverwirklichung
  • Chance darauf, den eigenen Arbeitsplatz so lange zu erhalten, wie selbst gewünscht
  • Chance auf sehr guten Verdienst

Was spricht dagegen, selbst die Zügel in die Hand zu nehmen?

  • fehlende Idee
  • wenig eigene Energie
  • finanzielle Engpässe
  • Hoher Leistungsdruck, der auch am Wochenende nicht Pause macht
  • Überforderung in der Mitarbeiterführung
  • wenig kaufmännische Kenntnisse
  • keine Lust, die eigene Leistung “verkaufen” zu müssen
  • kein Mut, auch Neues auszuprobieren
  • Zweifel an sich selbst und den eigenen Talenten
  • fehlende “innere Referenz” für Entscheidungen (Abhängigkeit von der Meinung der anderen)

Ein Plädoyer für den eigenen Wertecheck!

In meiner Coaching-Ausbildung habe ich mich viel mit dem Thema “Werte” beschäftigt. Klar, Werte sind per se zuerst nur Wörter, Begriffe, die erst dann relevant werden, wenn sie mit Leben erfüllt werden.  Wenn man sich aber mal mit den eigenen Werten für die berufliche Erfüllung auseinandersetzt, merkt man sehr schnell, wie “wertvoll” dieses Wissen um die eigene, innere Gefühlsstruktur  vor einer Berufsentscheidung ist.

Beispiel: wenn einer meiner höchsten Werte “Freiheit” ist, werde ich, um beruflich glücklich zu werden, entweder einen Angestelltenjob mit sehr viel Spielraum brauchen oder ich werde Chef/in.  Hier kann ich sicher diesen Wert am intensivsten ausleben, auch wenn immer ein Rahmen von Kundenerwartungen, Technologie, Finanzen, Fähigkeiten der Mitarbeiter/innen etc. meinen Spielraum begrenzen.

Ist mein höchster Wert “Geld”, werde ich womöglich eher danach trachten, eine hohe Position in einem Unternehmen zu erlangen. Denn es sind nicht so viele, die  eine großartige, neue Idee für die Selbständigkeit entwickeln, wo sie einer von Hundert start-ups sind, für die das goldenes Zeitalter schon in jungen Jahren beginnt.

Auch “Sicherheit” ist so ein Klassiker. Ich werde mir schwer tun am Weg in die Selbständigkeit, wenn mir die Sicherheit am wichtigsten ist! Zu vielfältig sind die Risiken, das Unkalkulierbare am Weg zur/m erfolgreichen Chef!n.  “Bewegung” kann übrigens auch als Wert gesehen werden. Muss ich mich primär in bestehende Strukturen einbringen und die erhalten oder schaffe ich laufend Neues? Habe ich die Chance, neue Ideen zu verwirklichen und mich im Job “zu bewegen”?

Was passiert, wenn wir unsere angelegten Werte nicht leben?

Das ist einfach beantwortet: wir werden unglücklich oder krank – die schwächste Form ist laufende Unzufriedenheit. Denn wir agieren ständig gegen unser Naturell – das kann auf Dauer nicht gesund sein!

Wie erkenne ich meine Basis-Werte?

Eine Möglichkeit: in einem sehr ruhigen Moment die Augen schließen und auf die eigene, innere Stimme zu hören. Was sagt sie mir,  wenn ich mich  frage, welche waren die  glücklichsten Momente in meinem beruflichen Dasein? Dann suche ich mir eine Erinnerung aus und erinnere mich weiter: was habe ich in diesem Augenblick genau gemacht? Wie, mit wem, mit welchem Hintergrund, was hat mir daran so gut gefallen? Denn diese Momente gilt es zu wiederholen….

Und dann? Was hilft mir das bei meiner Entscheidung für oder gegen die Selbständigkeit?

Immer dann, wenn wir uns sehr schwer mit Entscheidungen tun, kann es daran liegen, dass einfach zu wenig Klarheit  vorhanden ist. Gerade wenn ich den Sprung in die Selbständigkeit wage (und meistens ist es ein Sprung)  hilft  natürlich zum einen körperliche Fitness :-). Zum anderen  geht es um notwendige Informationen. Erst wenn viele Daten, Fakten auf sachlicher Ebene auf dem Tisch liegen und auch auf persönlicher Ebene bestmögliche Klarheit /inneres Spüren gegeben ist. Markt- und Selbsterkenntnis gleichermaßen machen Sinn. Denn diese Entscheidung hat natürlich weitreichende Konsequenzen – für das eigene Leben (inkl. Urlaubs- und Freizeitgestaltung), für die Familie, Freunde und das Bankkonto.

Sollte die ganze Familie gegen meine Selbständigkeit sein, könnte der Weg mühsam werden. Der ohnedies vorhandene Druck wird nochmals durch das Umfeld verstärkt…. Ergo: so viele Argumente und Beispiele für eine pro-Entscheidung den Liebsten präsentieren, diese natürlich gepaart mit  der eigenen Begeisterung … (wobei, Selbständigkeit bedeutet meines Erachtens trotzdem immer wieder Abenteuer zu erleben und zu bestehen – sicher besser, wenn die Familie mit dem Wert der Unsicherheit irgendwie auch klar kommt). Wobei ich meine, dass Sicherheit heute auch im Angestelltendasein nur mehr ein Wunsch ist.

Eine Anregung: Franchising verbindet Welten

Vor einigen Jahren machte ich mich mit dem Thema Franchising vertraut. Könnte durchaus sein, dass, wenn ich nicht schon vor so langer Zeit mein eigenes Unternehmen gegründet hätte, ich heute auch als Franchisepartner in die Selbständigkeit  starten würde. Warum?

Franchisenehmer sein bedeutet zweierlei: selbständiger Unternehmer mit allen Rechten und Pflichten zu sein – gleichzeitig den Wert des “Miteinanders” und mehr Sicherheit als bei der klassischen Gründung zu leben. Denn alle Franchisepartner und die Zentrale sitzen in einem Boot und rudern (hoffentlich) in die gleiche Richtung. Die Ausbildung vor dem Start ist bei den meisten Systemen umfangreich, es gibt laufende Unterstützung und vor allem: ich suche mir vorher eine existierende, mir sympathische Marke aus und nütze vom Start weg die aufgebauten Strukturen, den Bekanntheitsgrad und das Image der Marke.

Klassische Gründungen müssen viel mehr Zeit und Risiko investieren – ohne gleichwertige Sicherheit auf Erfolg.  Laut Studien scheitern Franchisepartner auch weniger häufig als klassische Unternehmen, was logisch erscheint, ob der Vorteile zum Start.

Also vielleicht überlege ich es mir auch noch mal und nehme eine Franchisemarke zu meinem bestehenden Geschäft dazu – das würde dem Trend des Mulitbrands entsprechen, wo ein Unternehmen für verschiedene Marken aktiv ist….

Tipp:

Österreichische Franchise-Messe 9.-10. 11. 2018

http://www.franchise-messe.at

 

Foto:  Norbert Steinwidder/Futterhaus, Barbara Rolinek/ÖFV, Carina Felzmann/Cox Orange, Carina Dworak/Mrs. Sporty.  credits: Roland Unger/Cox Orange

11 Apr

Die Heldenreise – neue Art der Berufsorientierung

Der Ruf des Abenteuers

 

In diesem Blog geht es um das Coaching-Tool der “Heldenreise”, das ich gerne für Entscheidungen zur beruflichen Veränderung einsetze. Die “Heldenreise” basiert auf Sagen, Mythen, alten Geschichten und ist sogar der rote Faden für die erfolgreichen, US-Blockbuster.

Die Heldenreise spiegelt eine eine archetypische Grundstruktur wider und ist dadurch erprobte Handlungsvorlage für viele erfolgreiche Filme wie Harry Potter, Findet Nemo, Star Wars u.v.m.

Vor allem der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell (1904-1987) hat sich mit dem Motiv der Heldenfahrt intensiv beschäftigt.

Campbells Zyklus der Heldenfahrt wurde von zahlreichen Therapeuten und Coaches (wie beispielsweise Paul Rebillot) zu einem psychologischen und initiatorischen Training weiterentwickelt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Campbell

Die Basis der Heldenreise sind Geschichten (stories), aus Mythen, Sagen, Religionen, die einem universellen Konzept mit verschiedenen Stationen folgen.

Die Stationen der Heldenreise

Der Alltag  In der Welt des Heldes, der Heldin gibt es Unzufriedenheit mit einer Lebenslage.  Bei einer möglichen Veränderung steht einiges am Spiel.

Der Ruf des Abenteuers Entweder sind es innere Stimmen oder äußere Berater, die dem Helden, der Heldin, empfehlen, etwas zu verändern. Der Held überlegt, dem Ruff des Abenteuers zu folgen.

Die Weigerung Meistens will der Held auf die Bequemlichkeiten des Alltags nicht verzichten und verweigert sich dem Gedanken der Veränderung. Doch was würde passieren, wenn nichts passiert…?

Es folgen die Etappen der Begegnung mit den Helfern, Mentoren, das Überschreiten der ersten Schwelle, der Bewährungsproben, das Erkennen der Verbündeten und Feinde, die Entscheidungsprüfung, die Belohnung, die Rückkehr und die Integration in den Alltag.

Heldenreise im Coaching

Auch ich bediene mich gerne dem Tool der Heldenreise für Menschen, die beruflich einen neuen Weg einschlagen wollen.  Hier blegleite ich den coachee (Klienten) bei der Erstellung seines eigenen „Drehbuches“, einer Beschreibung seiner Reise zum Erfolg. Der coachee schlüpft in die Rolle eines Helden/einer Heldin und kann dissoziiert (aus einer Beobachterposition) die verschiedenen Stationen seiner Reise, seiner Begleiter, helfenden Zaubermittel u.vm. beschreiben. Kreativität ist erwünscht. Das besondere daran: auch hier stimuliert uns die „story“, vor allem, weil es die eigene ist. Durch die Coaching-Situation entsteht ein Rahmen des Vertrauens, des Loslassens, der durch die märchenhaften Figuren gefördert wird. Letztendlich geht es um die Übertragung auf die eigene Lebenssituation.

Erkennt der Coach/die Coachin während der Reise bestimmte Blockaden oder Filter des coachees, können (systemische) Interventionen dienlich sein. Fakt ist, der coachee gewinnt durch die Geschichte eine neue Perspektive auf seine persönliche Situation und damit einen möglichen Input für sein weiters Vorgehen.

Tipp für jene, die überlegen sich selbständig machen zu wollen – und das womöglich mit Franchising – im Juni ist die Heldenreise Programmpunkt im “Franchise Future Camp”.

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05 Okt

Meine berufliche Zukunft: Bin ich ein Franchise-Typ?

Wer ist ein Franchise-Typ?

Dieser Blog wirft ein Blicklicht auf Eigenschaften und Überlegungen, um als Franchise-Partner erfolgreich zu sein.

Das Wording ändert sich. Vor zwei Jahren war vermehrt noch vom “Franchise-Nehmer” (und Franchise-Geber) die Rede, heute spricht man (und vor allem der Österreichische Franchise-Verband) vermehrt vom Franchise-Partner (und der Franchise-Zentrale). Finde ich in Ordnung, denn der eine nimmt nicht nur und der andere gibt nicht nur – vielmehr ist es ein laufender Austausch mehrerer Unternehmer/innen, die unter einem Markendach auftreten.

Zwischen eigenständigem/r Unternehmer!n und Teamplayer!nnen

Aber hallo! In diesem Absatz war schon eine klare Botschaft eingepackt: das Wort “Unternehmer!nnen”: denn als Franchise-Partner ist man selbständig! Mit allen Rechten und Pflichten eines/r Unternehmer!n. Und das ist bereits eine Seite des Spannungsbogens. Denn die andere Seite des Bogens heißt, eingebettet sein, in ein System, wo “miteinander” ein Kernwert ist. Nicht nur alleine anschaffen können, was Sache ist sondern definitiv Teamplayer sein. Das sind die beiden Pole, die man in sich vereinen können sollte, wenn in die Richtung Franchising gedacht wird.

Wertecheck! Pole: Freiheit – Sicherheit

Gleichzeitig sind die beiden Werte “Freiheit” und  “Sicherheit”, wie sie viele Menschen heute bei einem Berufswechsel suchen, ein großes Thema im Franchising. Denn zum einen habe ich natürlich die Freiheit, mir als Franchise-Partner meinen Standort und meine Finanzierung festzulegen, meine Mitarbeiter/innen auszusuchen, meine lokale Werbung zu platzieren und je nach System darüber hinaus Möglichkeiten, meinen unternehmerischen Alltag zu gestalten. Gleichzeitig erlebe ich durch die bereits definierten und zu lebenden Markenwerte und das aufgebaute System die “Sicherheit”, nicht jeden Fehler wiederholen zu müssen, den andere schon vor mir gemacht haben. Wenn allerdings “Freiheit” der höchste aller meiner Werte ist, dann wird mich Franchising vielleicht weniger glücklich machen.

Und dann gibt es natürlich verschiedene Studien, was macht Menschen generell im Job erfolgreich, bzw. welche Eigenschaften bringen erfolgreiche Franchise-Partner (also Franchise-Nehmer) mit?

Big five 

Da gibt es zum einen die “big five“, die in den erwähnten Studien immer wieder genannt werden. Diese Persönlichkeitseigenschaften umfassen  Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit.

Im Franchising werden davon vor allem zwei Eigenschaften als besonders relevant für den erfolgreichen Franchise-Typ gesehen: Extraversion (die nach außen gerichtete Haltung, der soziale Austausch, Aktivität) und die Gewissenhaftigkeit (sorgfältige Arbeit und Bereitschaft sich anzustrengen).

Dass genau jene Franchise-Partner am erfolgreichsten sind, die genau das leben, erstaunt nicht wirklich.

Weiters sind natürlich soziale Kompetenzen, wie die Selbststeuerung (Selbstkontrolle) und Offensivität (Konfliktbereitschaft, Entscheidungsfreude) sowie die Fach- und Methodenkompetenz, die Fähigkeit, neue Lösungen zu entwickeln und die Lernfähigkeit wichtige Faktoren für den Erfolg.

Welche Branche ist die Meine…

Wenn mir klar ist, ob ich mich mit diesen Basiswerten identifizieren kann und ich prinzipiell ein Franchise-Typ bin, könnte es schon schnell gehen: Welche Branche könnte meine sein…und schon wieder geht es um meine persönlichen Werte. Ist “Bewegung” einer meiner höchsten Werte, könnte es in Richtung einer der zahlreichen Fitness-Anbieter gehen (Links einfügen!!).

Wenn mein Thema primär  jedoch “Genuss” und “Essen”ist, dann ab ins Viertel der Systemgastronomen und in den Lebensmittelhandel.

Der Handel ist natürlich breit und bietet für alle, die gerne kaufen und verkaufen (haben Sie als Kind vor allem Kaufmann gespielt, dann denken sie ernsthaft darüber nach! Bei Interesse: Über Berufsorientierung habe ich mal eine Diplomarbeit geschrieben) Auf der Franchise Messe könnten Sie zB unter anderem TeeGeschwendner besuchen…

Die Techniker werden bei Systemen wie Pirtek, einem mobilen Hydraulikschlauservice fündig, die KFZ-Techniker vielleicht bei Lucky-Car oder Euromaster Reifenservice

Wenn mehr Interesse in Richtung Services, wie Printproduktionen, Grafik und Logistik vorhanden ist, bietet sich z.B. Mail Boxes Etc. (MBE) oder Sign a Rama (Werbemittelproduktion) an.

Oder ganz anders, Sie haben gerne mit Kindern zu tun? Wie wäre es dann, wenn Sie Bildungsmanager/in bei LernQuadrat oder der Schülerhilfe werden? Oder sich um Freizeitangebote für Kinder wie bei email hidden; JavaScript is required">Bricks 4 kidz oder Jumping Clay umsehen….

Sie sehen, der Markt ist breit. Wenn die Branche gefunden ist, dann würde ich mir die verschiedenen Marken in dieser Branche genauer ansehen. Wie verhalten sich die Menschen in diesen Systemen? Wollen Sie einer von diesen sein? Wie sprechen bestehende Franchise-Partner über die Zentrale? Was denken  Sie als Kunde über dieses System? Was ihre Familie, Freunde? Welche Ausbildungen werden geboten, wie hoch sind die Einstiegsgebühren, wie sieht es mit Investitionskosten und den monatlichen Franchisegebühren vom Umsatz (oft zwischen 7-10%) aus? Fallen extra Marketing- und Ausbildungskosten an?

Summary Franchise-Typ

Wenn klar ist, dass ich ein Franchise-Typ bin, welche Branche und welche Marke meinen Werten am ehesten entsprechen, dann könnte der nächste Schritt in Richtung Besuch der Österreichischen Franchise Messe gehen….

 

 

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15 Aug

Neue Sichtweisen im Management durch Aufstellungen

In diesem Artikel geht es um das Thema “Aufstellung” und wie uns diese kreative Form der Betrachtung im Business-Coaching weiterhelfen kann, um andere Perspektiven einzunehmen und neue Ideen zu entwickeln.

Es sei vorweg genommen: ich liebe Aufstellungen! Jede Aufstellung ist anders, jede bringt unerwartete Ergebnisse oder neuen Schwung in oft verfahrene Situationen. In diesem Artikel geht es mir um Aufstellungen im Business-Kontext.

Was bringen Aufstellungen für das Management?

Das Management muss laufend komplexe Situationen bewältigen, Entscheidungen treffen und sollte sich durch umfangreiche social skills auszeichnen.  Oft fehlt jedoch die Idee, wie ein Team besser zusammen arbeiten kann oder wie eine schwierige Situation zu lösen sei. Durch Aufstellungen werden Beziehungen untereinander sicht- bzw. erfahrbarer.  Dadurch, dass eine Person eine Situation (ein Projekt, eine Firma, eine Familie, …) mit Mitwirkenden (Repräsentanten) aufstellt, kann die Person diese Situation von einem neuen, externen Blickwinkel emotionsfreier betrachten. Dadurch, dass  diese Person (der Aufsteller) nicht selbst Teil “des Systems” ist, entstehen mehr Ideen zu Lösungen. 

Organisationsaufstellungen sind für mich daher auch ein interessantes Management-Tool um Chancen für Veränderungen sichtbar zu machen.

Wie funktioniert die Aufstellung?

Der Aufsteller bringt durch die Positionierung der Repräsentanten sein inneres Bild von den Zusammenhängen nach außen. Dann ist es das Ziel, herauszufinden, wie es den Repräsentanten in dieser Position geht und was sie benötigen, damit es Ihnen (noch) besser geht. Vielleicht stehen sie zu nahe an einer anderen Person oder zu weit weg, jeder hat spontan eine Wahrnehmung, wie sich diese Position anfühlt. Interessant ist, dass laut Versuchen unterschiedliche Personen von ähnlichen Wahrnehmungen in einer bestimmten Position berichten.

Aufstellungen können mit Personen oder Figuren vorgenommen werden. Natürlich sind Aufstellungen mit Personen lebendiger, weil die Repräsentanten selbst aussprechen können, wie es ihnen an dieser Stelle in Verbindung mit den anderen geht. Nur oft sind einfach nicht an die zehn oder mehr Mitwirkenden zur Hand. Figuren helfen da ganz gut, wobei sich der Aufsteller in deren Rolle hineinversetzen muss.  Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung

Lust auf mehr? Dann könnten wir darüber reden…

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02 Jul

Gute, interne Kommunikation macht erfolgreicher!

In diesem Beitrag geht es um die Bedeutung der internen Kommunikation. Oft meinen Kunden, der erste Schritt sollte in die Öffentlichkeit gehen, die Praxis zeigt so manch anderes Ergebnis….

Oft erlebt, immer wieder überraschend: Kunden denken sicher nicht an interne Kommunikation, sie wollen bei uns eine Presseaussendung oder einen Event buchen. Das freut uns natürlich. Bei zweimaligen Nachfragen zu den Zielen und sonstigen, begleitenden Maßnahmen erkennen wir öfters, dass vielleicht der momentane Zeitpunkt besser für interne Maßnahmen geeignet wäre, bevor eine Aktivität nach außen gestartet wird.

Warum? Weil  sich das Team bzw. die Geschäftsführung womöglich nicht mit interner Kommunikation in dem Maße beschäftigt hat, um die  Aufmerksamkeit von außen intern gut bewältigen zu können.  Es gilt, vorher (!) die “Hausaufgaben” zu machen, d.h. zu überprüfen, ob die MitarbeiterInnen gut im Team arbeiten können – für diese Basics ist nachher womöglich keine Zeit mehr. Auch, wenn ein Unternehmen wachsen möchte (wie in der Franchise-Szene, wo Expansion ein großes Thema ist) wäre es besser, den Blick zuerst nach innen zu richten, bevor neue Leute das System erweitern und damit auf den Prüfstein stellen.

Und damit meine ich nicht nur administrative Abläufe – interne Kommunikation bedeutet, dass hier Menschen am Werk sind, mit ihren eigenen Wertesystemen, Glaubenssätzen, innerlichen Landkarten. Entscheidungen werden danach getroffen – vor allem, wenn das Unternehmen keine gemeinsame Wertestruktur vorgibt.  Wir dürfen davon ausgehen, dass jede/r sein Bestes versucht, aber das bedeutet noch lange nicht, dass alle in eine Richtung marschieren, weil ein gemeinsames Zielbild vorhanden ist.

Was ist zu tun? Ein paar Anregungen zum Selbst-Check für “interne Kommunikation”:

Gibt es für jede/n Mitarbeiter/in eine klare Job-Description?

Erstaunlich oft, ist das nicht der Fall. Vielleicht haben sich in den letzten Jahren die Aufgaben verändert oder es ist ein neuer Mitarbeiter ins Team gekommen – warum auch immer, es kommt häufig vor, dass nicht ganz klar ist, wer wofür zuständig – und verantworltich(!) ist. Irrtümer und Irrläufer sind vorprogrammiert.

To do: Check, ob aktuelle Jobdescriptions für alle Teammitglieder vorhanden sind.

Können die MitarbeiterInnen miteinander gut?

Natürlich wird man das beobachten – ob jedoch alles wahrgenommen wird, vor allem, wenn die Chefin, der Chef daneben steht, ist eine andere Frage. Wir suchen es uns nicht aus, wer uns in welchem Maß sympathisch oder weniger ist. Es reicht oft eine bestimmte Art, Augenbrauen zu heben, ein Tonfall oder ein wiederkehrendes Verhalten, dass uns “stört”. Ob ich diesem Kollegen dann gerne wesentliche Informationen weitergebe, könnte  ein Thema werden, das sich, völlig unabsichtlich (!) zu einer Fehlerkette aufbaut.

To do: Gut, wenn sich das Team von verschiedenen Seiten kennt, vielleicht zeigt der ungeliebte Kollege andere Aspekte in einem anderen Zusammenhang. Also Ausflüge oder generell, gemeinsame Erlebnisse schaffen neuen Chancen für eine gute, interne Kommunikation.

Gut auch, wenn jeder/m klar ist, man muss ja nicht der Freund des anderen sein, es reicht, ein höflicher, wertschätzender Umgang (ist eh schon manchmal das schwierigste)

Wenn es nicht besser wird, Team umstellen! Aufgaben anders verteilen – das kann ziemlichen Druck aus dem System nehmen.

Welche Verhaltensmodelle werden gelebt?

Eine wesentliche Vereinfachung, wenn man sich, für die bessere, eigene, interne Kommunikation,  mal mit Verhaltensmodellen beschäftigt hat. Deren gibt es unterschiedliche, die ich hier jetzt nicht bewerten möchte – vielleicht kommt dazu noch mal ein Blog :-). Dann wird schnell klar, der oder die Mitarbeiter/in verhalten sich nicht absichtlich so oder so – es liegt einfach in deren Natur. Wenn man erkannt hat, dass dieses Verhalten daher nicht gegen jemand gerichtet ist, könnte man schon etwas entspannter sein.

To do: noch besser: eintauchen in die Welt der Kommunikation und selbst darüber etwas dazu lernen 🙂

Wie geht das Team mit Fehlern um?

Nur wer nicht arbeitet, macht auch keine Fehler. Eh kloar. D.h. also, Fehler passieren leider.   Niemand macht diese freiwillig (Vorsätzlichkeit mal ausgeschlossen).  Was passiert in der internen Kommunikation, wenn Fehler passieren? Trauen sich die Verursacher, diese kundzutun? Oder findet ein internes bashing dann statt? Dann werde ich mir MitarbeiterInnen heranziehen, die Fehler vermeiden wollen – in Folge keine Entscheidungen mehr treffen wollen – in Folge alles liegen lassen, wegschieben, was dazu gehört – es lebe die Ineffizienz!

To do: Fehlerkultur aufbauen! z.B. signalisieren, dass Fehler zwar ärgerlich sind aber passieren dürfen. Das wichtigste: zuerst über den Fehler informieren, dann sofort beseitigen (Feuerwehr!), erst dann darüber reden, wie es dazu kam – nur unter dem Aspekt, was müssen wir intern verändern, damit dieser Fehler, diese Fehlerkette nicht mehr passiert.

Veränderungen stehen an – sind alle informiert?

Auch so ein Klassiker: in der Firma sollen Veränderungen stattfinden. Auf die interne Kommunikation dazu wurde womöglich vergessen. Egal ob es sich um neue Ziele, neue Partner, neue Strategien handelt, wenn alle Beteiligten einbezogen oder zumindest informiert wurden, steigt die Chance auf einen gemeinsamen  Erfolg.

To do:  

Überlegen, ob das gesamte Team die eigenen Ziele kennt! Den MitarbeiterInnen eine Chance geben, diese zu unterstützen….

Fazit

Es gehen unglaubliche Summen in Firmen und Institutionen verloren, weil die interne Kommunikation nicht bewusst beobachtet wird. Laufende Verbesserungen verbessern das Gesamtergebnis!

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30 Mai

Wie Sie Aerger entmachten…

In diesem Beitrag geht es um das Thema Aerger, und wie wir dessen Entstehung verstehen und damit besser umgehen können. 

Die fünf Haupt- Gründe des Ärgers und seine Konsequenzen

Alarm Aerger! Natürlich – wir sind Menschen. Und Menschen ärgern sich halt manchmal. Wenn sie sich nicht ärgern, spielen sie womöglich “Mensch, ärgere dich!” Ohne jetzt darauf eingehen zu wollen, ob das vielleicht einem schwarzen Teil unserer Seele entspricht, wenn wir uns freuen, wenn der andere sich ärgert….

Faktum ist, dass der Aerger auf jeden Fall Konsequenzen hat – für Sie selbst und/ oder Andere, also ist es legitim, sich damit zu beschäftigen.

Warum wir uns ärgern – einige typische Gründe des Aergers

  • der andere hat/bekommt etwas, das wir gerne selbst hätten und wir wissen nicht, wie wir das bekommen können – wir ärgern uns
  • der andere macht etwas, dass wir uns nicht zugestehen oder trauen würden oder auch nicht ok finden
  • der andere löst unabsichtlich einen Stimulus, einen “Anker”  bei uns aus. Das kann ein Augenbrauen  hochziehen, ein Tonfall, eine Stimme, Handbewegung sein, die wir in der Vergangenheit schon mal – und das negativ – erlebt haben. Damit fallen wir zurück in die damalige Zeit und haben auch nur die damaligen Fähigkeiten zur Verfügung, wir sind also wieder ziemlich klein..
  • Unklares Ziel: es wird etwas vereinbart, jeder hat aber dazu leider eine andere Vorstellung. Das Ergebnis muss für einen unbefriedigend sein, wir ärgern und doppelt, weil wir haben doch vereinbart….
  • der andere wiederholt unseren Gedanken, nur so, dass es jetzt alle hören

Kosten des Aergers

Die Kosten des Aergers sind oft in der Wirtschaft sehr hoch. Aus Ärger wird etwas nicht intern kommuniziert, jemand nicht informiert, etwas blockiert, Die WKOÖ hat vor Jahren einmal dazu eine Studie präsentiert – die Zahlen waren beeindruckend.

Also besser, wir lernen mit diesem, sehr menschlichen Gefühl umzugehen!

Wie kommen wir mit Aerger klar?

Erster Tipp zur Reduktion von Aerger:

Durchatmen. Wenn Sie atmen, versorgen Sie Ihr Hirn mit Sauerstoff. Das ist nicht nur überlebensnotwendig sondern auch sehr hilfreich, wenn es darum geht, Alternativen zu finden. Sie wollen raus aus dieser Situation, also brauchen Sie Ideen. Ideen verlangen Sauerstoff – erst dann können Sie wieder resourcenvoll handeln.

Zweiter Tipp zur Reduktion von Aerger:

den anderen aussprechen lassen. Vielleicht hat er/sie sich selbst mächtig geärgert und lässt es jetzt an Ihnen los. Sinnlos, in solch einer Situation zu versuchen, den  Anderen mit Argumenten zu kommen! Denn jetzt fehlt ihm/ihr der Sauerstoff und ist wenig rational. Da können Sie nicht gewinnen. Besser: ausreden lassen, bis sich die negative Energie reduziert, und dann den Zaubersatz: ICH VERSTEHE SIE! Vielleicht ist es aus seiner/ihrer Sicht nachvollziehbar warum er/sie so in Saft gingen. Diese Aussage öffnet Türen zum “normalen ” Austausch….

Dritter Tipp zur Reduktion von Aerger:

Wenn bei Ihnen so richtig “die Post abgeht”, durchatmen und sich vorstellen, man sitzt in einer Ecke an der Decke und schaut auf die Situation herunter. Damit begeben Sie sich in eine “externe Sichtweise” (dissoziiert) und allein deswegen entmachten Sie den Ärger bis zu einem gewissen Grad. Wenn Ihnen das gelingt, können Sie analysieren, ob es sich womöglich um einen ausgelösten Anker geht (vor allem, wenn sonst wenig Gründe Ihren Ärger legitimieren) oder warum der/die Andere gerade so viel Macht über Sie hat, dass dieses intensive Gefühl bei Ihnen ausgelöst wird….

Vierter Tipp zur Reduktion von Aerger:

Sie entscheiden, ob Sie sozusagen den dunklen oder hellen Drachen in Ihnen füttern wollen (Kutschera).  Sie sind sozialisiert und sich dessen bewusst, dass Sie selbst entscheiden, ob Sie diesem Gefühl nachgeben oder das Fenster öffnen und die negativen Gedanken verschwinden lassen. Ob Sie sich in zwei Jahren noch daran erinnern werden? Das sind dann womöglich nur Wolken, die vorbei ziehen…..

25 Mai

Warum Sie klar definierte Werte zum Erfolg bringen!

Dieser Blog erzählt von Werten und was es bringt, diese zu definieren.

Können definierte und gelebte Begriffe Unternehmen helfen, die gewünschten Kunden zu bekommen?

Ich sage ja, gelebte Werte helfen erfolgreicher zu sein! Ist schon eine spannende Sache, das mit den Werten in Unternehmen und Institutionen. Meine Hypothese ist: wenn

  • a) diese definiert werden
  • b) die MitarbeiterInnen sie auch kennen
  • c) und sich alle engagieren, diese Werte jeden Tag in allen Situationen zu leben
  • d) wird die Firma oder Institution die Werte nach außen strahlen
  • e) werden eher jene Menschen angezogen, die diese selbst teilen
  • f) das heißt a la longue, dass das Miteinander leichter geht und
  • g) sich alle dadurch im beruflichen Alltag besser fühlen, daher besser sind und
  • h) sich das auf die Ergebnisse auswirken wird!

Eigentlich ganz einfach oder?

Erster Schritt: Werte definieren:

Es ist schon ein intensiver Prozess, sich darüber  klar zu werden. Dazu gibt es unterschiedliche Methoden. Ein Tipp: zuerst Wertegruppen festzulegen und in Folge auf vier Kernwerte – wie die Eckpfeiler eines Hauses – zu beschränken. Mehr sind schwer laufend abzurufen. Und es ist völlig sinnlos, nur etwas auf Papier festzuhalten, das dann in der Schublade landet.

Zweiter Schritt: Status Quo zum Thema gelebte Werte erheben

Hier hilft eine Trainerin sehr gerne mit: Die Frage an Sie und Ihr Team lautet: Wo leben Sie heute schon Ihre Werte? Wo noch nicht? Und warum nicht? Welche Hürden gibt es zu bewältigen? Sind diese eher administrativer oder persönlicher Natur? Wie könnte man diese Hürden überwinden?

Dritter Schritt: Werte leben

Jetzt geht es darum, im Alltag diese Begriffe lebendig werden zu lassen – bei jeder Entscheidung, die zu treffen ist, zu überlegen, ob diese Ihren definierten Werten entspricht oder nicht – wie Sie zu entscheiden haben, liegt dann klar auf der Hand… diese zu leben heißt auch, sie ständig zu überprüfen. Oft, wenn etwas schief läuft, liegt es daran, dass sie nicht eingehalten wurden. Das kann spannend sein, wenn man mit seinem Team diese Momente in dem Zusammenhang Revue passieren lässt…

Noch zwei Hinweise aus der Praxis

  • Werte sind konstant. Ändern können sich Leitbilder oder bestimmte (kaufmännische oder kommunikationstechnische) Ziele.
  • Überlegen Sie auch die Werte-Hierarchie: welcher der definierten Begriffe steht womöglich über den anderen, ist noch bedeutender?  Beispiel: einer unserer vier Kernwerte bei Cox Orange ist “Kreativität”. Genau damit haben wir potentielle Kunden bei einer Ausschreibung hoffnungslos überfordert – ein anderer unserer  Basis-Werte steht nun darüber: “Kommunikation”. Das ist nicht nur zufälligerweise unser Kerngeschäft, sondern das impliziert auch, sich noch besser auf den anderen einzustellen, zu fragen um dann  auch das richtige für den Ansprechpartner zu liefern…..

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27 Mrz

Entweder Kommunikation oder single

Rezept für gute  Kommunikation 

In diesem Blog erhalten Sie drei Empfehlungen, die Ihnen im Alltag für Ihre gute Kommunikation weiterhelfen.

Wir lernen viel. Sehr viel sogar. Nur leider meistens wenig über Kommunikation. Das ist insofern seltsam, als wir doch nur dank der Kommunikation mit anderen Menschen interagieren können. Wir lernen weder, wie wir Kinder richtig erziehen, eine Beziehung führen oder im Business mit anders denkenden umgehen. Wohin nicht gute Kommunikation führt haben wir schon in der Familie oder im Beruf erlebt und beobachten gleichzeitig auf der großen Weltbühne..

Ich finde, Basics zur Kommunikation sollten schon unsere Kinder in der Schule lernen!

Aber besser spät, als niemals 🙂

Empfehlung 1: Sich klarmachen, dass jeder anders tickt

Es ist eben so, dass jeder völlig anders groß geworden und sozialisiert wurde – in der Hirnforschung spricht man von “Verschaltungen” im Gehirn. Also wir sind einfach geprägt dadurch, was wir früher wahrgenommen und gelernt haben.  Nur leider hat jede/r völlig unterschiedliche Wege beschritten, die zu unterschiedlichen Werten, Überzeugungen, inneren Glaubenssätzen, Filtern etc. geführt haben. Insofern ist es eh ein Wunder, wenn zwei oder mehrere sich halbwegs verstehen  :-).

Wichtig ist, sich selbst zu verinnerlichen, dass die Welt, wie wir sie selbst wahrnehmen, nur unsere Welt ist. Jede/r sieht sie anders. Das Gute daran ist: hurra, wir können uns auch unsere Welt gestalten, wir bestimmen, ob wir uns aufs Positive konzentrieren (und den Regenbogen sehen), oder doch nur ärgerlich wahrnehmen, dass es regnet.

Wir sind unser eigener Regisseur unsers Lebens. Ja, das bedeutet auch Verantwortung für uns selbst übernehmen. Große Sache. Und dann sollen wir auch noch auf “die Anderen” schauen… JA! Denn das bedingt gute Kommunikation.

Die Herausforderung dabei: neugierig zu bleiben, wie andere die Welt sehen und Lust haben, in deren Welt einzutauchen um besser zu verstehen. Wie das geht? FRAGEN!!!

Und versuchen, sich mal bewusst  in die Lage des anderen zu versetzen. Was sieht der Andere? Was hat er oder sie verstanden und wahrgenommen?  Wer hat dann “Recht”?  Viel Spaß, das Abenteuer Kommunikation beginnt….

Empfehlung 2: Positiven, inneren Zustand aufbauen

Ganz wichtig vor jedem Gespräch – check, wie ist mein innerer Zustand? Wie gehts mir gerade? Wenn ich noch ärgerlich vom letzten Telefonat bin und diesen Ärger nicht bewusst “entsorge” werde ich ihn leider zum nächsten Gespräch mitnehmen und dort abladen. Gar nicht gut!

Im Coaching lernt man, wie man sich wieder positiv auflädt. Welcome! Oder, schon mal probiert, ein paar Minuten trotz Ärger zu lächeln? Interessanterweise übernimmt der Geist vom Körper das Signal “ist eh alles fein”!  Also die Wechselwirkung von Körper und Geist ist ja den Meisten bekannt …. aber auch bewusst, wie wir uns damit selbst steuern?? Hängende Schultern oder Mundwinkel, schlurfende Schritte – weg damit! So entsteht sicher kein guter, innerer Zustand! Und dieser ist notwendig, BEVOR sich wichtige Dinge tun…

Empfehlung 3: Wertschätzung, Wertschätzung, Wertschätzung

Es ist halt so: die Menschen wollen, dass sie Wertgeschätzt werden. Warum es uns so schwer fällt, ein Lob auszusprechen oder den Menschen hinter der Tätigkeit zu sehen? Ich weiß es nicht – und vergesse es auch öfters…. nicht gut!  Wertschätzung ist ein door-opener! Und damit meine ich nicht “schleimen” sondern den Gegenüber für irgendetwas in dem Moment wertzuschätzen, wenn es nicht sowieso offensichtlich ist. Vielleicht weil er oder sie sich für ein Thema engagiert (auch wenn das Engagement nicht unserer Meinung entspricht – immerhin, wie viele Menschen engagieren sich schon…) oder Aufmerksamkeit auf einen Punkt legt (nochmals: auch wenn für uns ein anderer Punkt wichtig ist, immerhin geht es um das Thema “Aufmerksamkeit”.) Und Wertschätzung zu geben, kann man üben! Wird sicher interessant, wenn Sie damit Ihr Umfeld überraschen 🙂

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21 Mrz

Geheimnis, erfolgreicher Gruppenführung

In diesem Blog geht es um Anregungen zum Thema Gruppenfuehrung

Gruppenfuehrung aus dem Alltag: Die Gruppe soll sich zum Beispiel auf eine gemeinsame Vorgangsweise einigen. “Die Gruppe” – das sind meistens sehr verschiedene Menschen, mit verschiedenen Bedürfnissen, unterschiedlichen Zielen, anderen fachlichen Voraussetzungen  und aus anderen “Welten” mit eigenen Vorstellungen. Also ganz normal eben.

Manchmal werden externe BeraterInnen oder TrainierInnen herangezogen, um der Gruppe neue Impulse für das gute Miteinander zu vermitteln.  Eine spannende Aufgabe….

5 ausgewählte Notwendigkeiten  zur erfolgreichen Begleitung von Gruppen:

a.) gute Vorbereitung

so normal, so aufwändig, so notwendig. Ohne den Lebens- oder Arbeitsraum der TeilnehmerInnen im Ansatz zu verstehen, geht es einfach nicht. Sonst wirken wir BeraterInnen, wie von einem anderen Stern. Gute Vorbereitung ist vertrauensfördernd.

b.) klarer Auftrag

Nur wenn der Auftrag ganz klar ist und die Mitwirkenden auch darüber Bescheid wissen, kann die Gruppenfuehrung erfolgreich sein. Ich spreche gerne die Aufgabenstellung beim Start nochmals für alle Beteiligte an. Bei Unklarheit könnten Widerstände auftauchen, die den Ablauf empfindlich stören können.

d.) klares Setting:

welche Tools setze ich ein, um die Gruppe möglichst effizient und erfolgreich zum definierten Ziel (ein Ziel ist Voraussetzung!) zu führen? Hier ist Kreativität und KnowHow und Disziplin in der Einhaltung der Zeit gefragt!

e.) Vertrauen ins Wissen der Gruppe:

die TeilnehmerInnen haben im Alltag mit dem Thema zu tun, sind vertraut mit der Materie, kennen sich besser darin aus, als sich je ein/e TrainerIn in kurzer Zeit vorbereiten könnte. Die Eleganz im geführten Prozess besteht darin, die Einzelnen so für das gemeinsame Ziel zu motivieren, dass sie sich gerne für den gemeinsamen Erfolg einbringen.

f.) Innerer Zustand:

und das ist fast das Wichtigste: innerliche Ruhe, Freude auf die TeilnehmerInnen, Neugierde, was  die Mitwirkenden alles einbringen, Klarheit, Sicherheit.

Wir können  dann in kurzer Zeit womöglich mehr erreichen, wenn die durch einen Coach bzw. TrainerIn gesetzte Atmosphäre passt.

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