21 Okt

Selbständigkeit – vom Abenteuer zur Erfüllung.

Von den Plus und Minus in der Selbständigkeit.

Ein Gedankenanstoß für unsichere Momente für die weitere Berufswahl. Lesen Sie hier, ob Sie ein Typ für den Chefsessel sind oder eher weniger.

Es sei vorweg genommen: nicht jeder ist für die Selbständigkeit geboren! Das ist natürlich eine sehr persönliche Sichtweise und man/frau kann auch vieles lernen. Dennoch sind mir in den über 20 Jahren meiner Selbständigkeit gewisse “Typen” von Menschen begegnet, wo ich meine,  gewisse Muster zu erkennen, die eher dafür oder gegen den Weg zum Chefsessel sprechen.

Grundsätzlich zur Selbständigkeit – Ein Auszug von 10 Punkten pro und contra

Was  spricht eigentlich dafür?

  • die Freiheit, den Arbeitsalltag nach eigenem Gutdünken zu gestalten
  • Projekte anzunehmen, abzulehnen, eigene zu entwickeln
  • Mehr Spielraum bei allen kaufmännischen Entscheidungen
  • direktes feedback zur eigenen Leistung
  • weg vom Heer der Angestellten hin zu einer individuell aufgebauten Firma
  • Chefs, Kollegen/innen und auch Kunden die nicht zu den eigenen Werten passen
  • mittlerweile: gutes Image in der Gesellschaft
  • Chance auf Selbstverwirklichung
  • Chance darauf, den eigenen Arbeitsplatz so lange zu erhalten, wie selbst gewünscht
  • Chance auf sehr guten Verdienst

Was spricht dagegen, selbst die Zügel in die Hand zu nehmen?

  • fehlende Idee
  • wenig eigene Energie
  • finanzielle Engpässe
  • Hoher Leistungsdruck, der auch am Wochenende nicht Pause macht
  • Überforderung in der Mitarbeiterführung
  • wenig kaufmännische Kenntnisse
  • keine Lust, die eigene Leistung “verkaufen” zu müssen
  • kein Mut, auch Neues auszuprobieren
  • Zweifel an sich selbst und den eigenen Talenten
  • fehlende “innere Referenz” für Entscheidungen (Abhängigkeit von der Meinung der anderen)

Ein Plädoyer für den eigenen Wertecheck!

In meiner Coaching-Ausbildung habe ich mich viel mit dem Thema “Werte” beschäftigt. Klar, Werte sind per se zuerst nur Wörter, Begriffe, die erst dann relevant werden, wenn sie mit Leben erfüllt werden.  Wenn man sich aber mal mit den eigenen Werten für die berufliche Erfüllung auseinandersetzt, merkt man sehr schnell, wie “wertvoll” dieses Wissen um die eigene, innere Gefühlsstruktur  vor einer Berufsentscheidung ist.

Beispiel: wenn einer meiner höchsten Werte “Freiheit” ist, werde ich, um beruflich glücklich zu werden, entweder einen Angestelltenjob mit sehr viel Spielraum brauchen oder ich werde Chef/in.  Hier kann ich sicher diesen Wert am intensivsten ausleben, auch wenn immer ein Rahmen von Kundenerwartungen, Technologie, Finanzen, Fähigkeiten der Mitarbeiter/innen etc. meinen Spielraum begrenzen.

Ist mein höchster Wert “Geld”, werde ich womöglich eher danach trachten, eine hohe Position in einem Unternehmen zu erlangen. Denn es sind nicht so viele, die  eine großartige, neue Idee für die Selbständigkeit entwickeln, wo sie einer von Hundert start-ups sind, für die das goldenes Zeitalter schon in jungen Jahren beginnt.

Auch “Sicherheit” ist so ein Klassiker. Ich werde mir schwer tun am Weg in die Selbständigkeit, wenn mir die Sicherheit am wichtigsten ist! Zu vielfältig sind die Risiken, das Unkalkulierbare am Weg zur/m erfolgreichen Chef!n.  “Bewegung” kann übrigens auch als Wert gesehen werden. Muss ich mich primär in bestehende Strukturen einbringen und die erhalten oder schaffe ich laufend Neues? Habe ich die Chance, neue Ideen zu verwirklichen und mich im Job “zu bewegen”?

Was passiert, wenn wir unsere angelegten Werte nicht leben?

Das ist einfach beantwortet: wir werden unglücklich oder krank – die schwächste Form ist laufende Unzufriedenheit. Denn wir agieren ständig gegen unser Naturell – das kann auf Dauer nicht gesund sein!

Wie erkenne ich meine Basis-Werte?

Eine Möglichkeit: in einem sehr ruhigen Moment die Augen schließen und auf die eigene, innere Stimme zu hören. Was sagt sie mir,  wenn ich mich  frage, welche waren die  glücklichsten Momente in meinem beruflichen Dasein? Dann suche ich mir eine Erinnerung aus und erinnere mich weiter: was habe ich in diesem Augenblick genau gemacht? Wie, mit wem, mit welchem Hintergrund, was hat mir daran so gut gefallen? Denn diese Momente gilt es zu wiederholen….

Und dann? Was hilft mir das bei meiner Entscheidung für oder gegen die Selbständigkeit?

Immer dann, wenn wir uns sehr schwer mit Entscheidungen tun, kann es daran liegen, dass einfach zu wenig Klarheit  vorhanden ist. Gerade wenn ich den Sprung in die Selbständigkeit wage (und meistens ist es ein Sprung)  hilft  natürlich zum einen körperliche Fitness :-). Zum anderen  geht es um notwendige Informationen. Erst wenn viele Daten, Fakten auf sachlicher Ebene auf dem Tisch liegen und auch auf persönlicher Ebene bestmögliche Klarheit /inneres Spüren gegeben ist. Markt- und Selbsterkenntnis gleichermaßen machen Sinn. Denn diese Entscheidung hat natürlich weitreichende Konsequenzen – für das eigene Leben (inkl. Urlaubs- und Freizeitgestaltung), für die Familie, Freunde und das Bankkonto.

Sollte die ganze Familie gegen meine Selbständigkeit sein, könnte der Weg mühsam werden. Der ohnedies vorhandene Druck wird nochmals durch das Umfeld verstärkt…. Ergo: so viele Argumente und Beispiele für eine pro-Entscheidung den Liebsten präsentieren, diese natürlich gepaart mit  der eigenen Begeisterung … (wobei, Selbständigkeit bedeutet meines Erachtens trotzdem immer wieder Abenteuer zu erleben und zu bestehen – sicher besser, wenn die Familie mit dem Wert der Unsicherheit irgendwie auch klar kommt). Wobei ich meine, dass Sicherheit heute auch im Angestelltendasein nur mehr ein Wunsch ist.

Eine Anregung: Franchising verbindet Welten

Vor einigen Jahren machte ich mich mit dem Thema Franchising vertraut. Könnte durchaus sein, dass, wenn ich nicht schon vor so langer Zeit mein eigenes Unternehmen gegründet hätte, ich heute auch als Franchisepartner in die Selbständigkeit  starten würde. Warum?

Franchisenehmer sein bedeutet zweierlei: selbständiger Unternehmer mit allen Rechten und Pflichten zu sein – gleichzeitig den Wert des “Miteinanders” und mehr Sicherheit als bei der klassischen Gründung zu leben. Denn alle Franchisepartner und die Zentrale sitzen in einem Boot und rudern (hoffentlich) in die gleiche Richtung. Die Ausbildung vor dem Start ist bei den meisten Systemen umfangreich, es gibt laufende Unterstützung und vor allem: ich suche mir vorher eine existierende, mir sympathische Marke aus und nütze vom Start weg die aufgebauten Strukturen, den Bekanntheitsgrad und das Image der Marke.

Klassische Gründungen müssen viel mehr Zeit und Risiko investieren – ohne gleichwertige Sicherheit auf Erfolg.  Laut Studien scheitern Franchisepartner auch weniger häufig als klassische Unternehmen, was logisch erscheint, ob der Vorteile zum Start.

Also vielleicht überlege ich es mir auch noch mal und nehme eine Franchisemarke zu meinem bestehenden Geschäft dazu – das würde dem Trend des Mulitbrands entsprechen, wo ein Unternehmen für verschiedene Marken aktiv ist….

Tipp:

Österreichische Franchise-Messe 9.-10. 11. 2018

http://www.franchise-messe.at

 

Foto:  Norbert Steinwidder/Futterhaus, Barbara Rolinek/ÖFV, Carina Felzmann/Cox Orange, Carina Dworak/Mrs. Sporty.  credits: Roland Unger/Cox Orange

16 Jan

Welches Franchise-System wählen? Einige Gedanken dazu.

Wie finde ich ein zu mir passendes Franchise-System? Die 10-Punkte-Liste für meine Entscheidung.

In diesem Beitrag geht es um die Auswahl eines Franchise-Systems und mögliche Parameter für die eigene Entscheidung, mit oft jahrelangen Konsequenzen.

Wenn ich a) die Entscheidung getroffen habe, mich selbständig zu machen und b) mich der Weg in die Selbständigkeit über Franchising am meisten anspricht dann kommt c) die Entscheidung für ein Franchise-System.

Wie finde ich dieses? Woran könnte ich mich orientieren?

Wenn wir den Entscheidungsprozess grob analysieren,  werden folgende Punkte von Relevanz sein, so ich diese Entscheidung aus Sicht eines zukünftig aktiven Franchise-Nehmers und nicht als Investor in Franchising treffen möchte.

1.) Entscheidung für eine Branche, eine Richtung:

Ist mir essen & trinken wichtig? Spielt Sport eine besondere Bedeutung in meinem Leben? Hatte ich immer schon einen Hang zum Lernen und Organisieren, faszinieren mich Immobilien oder die Technik und das Handwerk? Habe ich gerne mit Frauen, Kinder, zu tun? Also hier geht es darum, die nächsten Jahre mit einem Thema zu verbringen, das mir liegt, das mich mehr als andere Themen anspricht und ich mich auch inhaltlich authentisch einbringen kann.

2.) Werte-Check:

Habe ich mich für eine Richtung entschieden, werde ich die unterschiedlichen Anbieter jeweiliger Branchen finden: Bei den Immobilien werde ich u.a. auf ReMax http://www.remax.at, Falc-Immobilien http://www.falcimmobilien.de, Dahler & Company http://dahlercompany.com, Town & Country http://www.franchisepartnerschaft.de, stoßen, geht es um essen und trinken, könnte die Systemgastronomie von McDonald´s http://www.mcdonalds.at , Nordsee  http://www.nordsee.com/franchise, Backwerk  http://www.back-werk.de über Burgerista http://www.burgerista.com, Subway http://www.subway.com , Cinnabon , Hallo Pizza http://www.hallopizza.de u.v.m in Frage kommen, beim Lernen werde ich mit LernQuadrat, Schülerhilfe zu tun haben, im Sport mit Mrs.Sporty http://www.mrssporty.com, der Trainingsinsel http://www.trainingsinsel.com etc. in der Technik mit Pirtek http://www.pirtek.de , Maric Airclean http://maric-reinigung.com/, Filtafry http://www.filtafry.de, im Handel bei Mobile Outfitters https://www.clear-coat.com oder Amazing Jewelry http://dk.amazing.jewelry , im Dienstleistungsbereich werde ich z.B. bei Mail Boxes Etc. (MBE) https://www.mbe.de/defündig.

Jetzt geht es innerhalb dieser Gruppen um den nächsten Schritt der Auswahl.

Dazu ist meiner Ansicht nach sehr wichtig, in die  Wertelandschaft dieser Marken und der sie repräsentierenden Menschen einzutauchen. Wofür stehen diese Firmen? Sind deren Werte mit meinen eigenen Werten kompatibel?

Gerade wenn es um so wichtige Entscheidungen wie das eigene Berufsumfeld geht, sollten die Werte des Unternehmens, für das ich mich entscheide,  auch zu mir passen, sonst muss ich mich innerlich ständig “verbiegen”, das führt auf Dauer zu Streß. Ist mir z.B. Nachhaltigkeit sehr wichtig in meinem Leben und ich entscheide mich aus Kostengründen für ein Unternehmen, dass jedoch Nachhaltigkeit  gar nicht am Radar hat, werde ich auf Dauer nicht glücklich werden!

3.) Verhalten des Franchise-Systems:

Basierend auf den eigenen Werten, wird sich ein Unternehmen und seine MitarbeiterInnen und Franchise-PartnerInnen dementsprechend Verhalten. Gefällt mir das? Im Sinne des Mystery Shopping kann  ich womöglich das System mal in seinem Verhalten mir gegenüber schon ganz gut wahrnehmen, auch auf Messen im persönlichen Gespräch mit den Angestellten – bis hin zur Website und dem Auftritt des Franchise-Systems in sozialen Medien können Rückschlüsse gezogen werden, ob mir dieses Verhalten des Unternehmens gefällt und ich mich damit identifizieren kann.

Das geht bis zur Information, ob das Franchise-System über einen Beirat von Franchise-Partnern verfügt oder nicht.

Wie wird der Kernwert des Franchise-Gedankens, das “miteinander” gelebt?

4.) Kostencheck:

Hier präsentieren sich Francihse-Systeme sehr unterschiedlich. Es gilt zu unterscheiden zwischen Einstiegsgebühren (für die aufgebaute Marke), Investionskosten (Einrichtung), laufenden Franchise-Gebühren (monatlicher Beitrag, meistens vom Umsatz) manchmal zusätzlichen Marketing- und Ausbildungsbeiträgen. Hier gilt es gut zu rechnen, sich Beispiele von Business-Plänen zeigen zu lassen und auch zu bedenken, dass die Anfangsphase, also die ersten Monate des Aufbaues des eigenen Geschäftes womöglich eine Durststrecke darstellen. Hier sind bekannte Marken durchaus im Vorteil, weil der Endkonsument bereits weiß, was ihn erwartet, so er den bekannten Markennamen im Straßenbild wahrnimmt.

Andererseits können junge Systeme durch niedrige Einstiegsgebühren punkten.  Letztendlich zählen alle Punkte dieser Liste…

5.) Sympathie der Marke:

Natürlich sind wir selbst auch Endkonsumenten und werden die Marke womöglich schon innerlich abgespeichert haben. Bin ich im Alltag ein McDonalds  oder Burgerista-Fan,  wird mir die Entscheidung sicher leichter fallen! Was strahlt die Marke für mich aus? Wie präsentiert sie sich? Was ist das Produktversprechen, der emotionale Zusatznutzen? Welches Image assoziiere ich mit der Marke?

6.) Bekanntheitsgrad der Marke:

Je bekannter umso einfacher könnte man sagen. Das lassen sich die Firmen natürlich auch bezahlen. Sie haben über Jahre hinweg in die Markenpolitik investiert um einen bestimmten Status der Bekanntheit zu erreichen.  Es ist zwar nicht jeder, der bekannt ist, sympathisch, aber das obliegt wieder meiner persönlichen Einschätzung, siehe Punkt 5.

Mir fällt auf, dass gerade in den letzten Jahren auch immer mehr  junge Firmen über Franchising rasch ihren Marktanteil ausbauen wollen. Hier kann der potentielle Franchise-Nehmer noch nicht auf den Bekanntheitsgrad oder das aufgebauter Image setzen. Aber: oft sind es die Jungen, die sehr gute Ideen haben und auch in der Kommunikation auf ganz andere Strategien setzen, die wiederum bei jungen Konsumenten sehr gut ankommen.  Also wären die Systemreife und der Bekanntheitsgrad nur ein Punkt auf meiner Entscheidungsliste.

6.) Lokale Verfügbarkeit:

Sehr fein, wenn ich ein für mich passendes und finanzierbares System gefunden habe! Dann stellt sich natürlich die Frage, ist das in meinem lokalen Umfeld realisierbar? Gibt es einen Gebietsschutz? Oder muss ich, um bei meinem Wunsch-System Partner zu werden, lange Anfahrtswege in Kauf nehmen? Was bedeutet das dann für mich und meine Familie?

7.) Ausbildung:

Manche Systeme verlangen von vornherein eine bestimmte Fach-Ausbildung, andere setzen bewusst auf Quereinsteiger. Und wie sieht es mit der Einschulung und Weiterbildung durch das Franchise-System aus? Hier gibt es beträchtliche Unterschiede!

8.) Betreuung durch die Franchise-Zentrale:

In welcher Form und wie oft werde ich durch die Zentrale – und womit – unterstützt? Sitzen dort Profis im Marketing, im Verkauf, in der Finanzierung, in der Innovation? Welche Zusagen bekomme ich für das laufende Geschäft von der Zentrale?

9.) Innovationskraft des Franchise-Systems:

Jedes Unternehmen muss sich ständig weiterentwickeln.  Sind die Produkte oder Dienstleistungen des gewünschten Franchise-Systems fit für die Zukunft? Was wird dort für die Weiterentwicklung unternommen? Wie werden die Franchise-Partner dabei eingebunden?

10.) IT und technische Ausstattung:

Ohne ausgezeichnete IT und technische Infrastruktur geht in Zukunft immer weniger. Und Jedes Franchise-System muss sich Gedanken zur Kommunikation und dem Austausch mit den eigenen Franchise-Partnern machen, ebenso über eine ausgezeichnete Website für die Endkunden verfügen und auch für alle kaufmännischen und buchhalterischen Abläufe gute IT-Lösungen anbieten.

Natürlich ist jeder Franchise-Partner ein eigenständiger Unternehmer und kann sich in vielen Punkten für eigene Lösungen entscheiden, doch für mich ist ja einer der großen Vorteile eines Franchise-Systems, dass ich als Jungunternehmerin nicht alles selbst entdecken und aussuchen muss.

Zusätzlich werde ich natürlich auch die Standesvertretung befragen, also z.B den Österreichischen Franchise Verband oder den Deutschen Francnhise-Verband kontaktieren und auch deren Meinungen zu den Systemen einholen. Und auch den Weg zur WKO oder IHK suchen, bzw. mit anderen Franchise-Nehmern sprechen um möglichst viel an Informationen zu sammeln.  Dazu gehören natürlich auch Rechtsanwälte und Steuerberater – denn diese Gespräche würde ich auch führen, wenn ich den klassischen Weg der Selbständigkeit beschreiten würde. Das ist die Eigenverantwortung jedes Unternehmers, Unternehmerin.

Die online-Recherche auf Branchen-Plattformen wie auf dem Franchise-Portal, Franchise.net, Franchisedirekt oder Für Gründer.de  würde ich natürlich genauso betreiben, wie das Lesen von Fachjournalen wie Franchise Erfolge oder Igenda.

Und wenn die 10-Punkte-Liste geklärt ist und die weiteren Info-Gespräche geführt wurden, kommt natürlich noch eine besonders wesentliche Frage: Was sagt meine Familie dazu?  Je besser alle Punkte  gemeinsam und in aller Klarheit besprochen sind umso sicherer kann ich meinem beruflichen Weg als erfolgreiche Franchise-Nehmerin entgegen sehen 🙂

Tipp: Kurzer Animationsfilm dazu :  https://www.youtube.com/watch?v=xgRSZTy5HUY

http://www.franchise.at

http://www.franchiseverband.com/

http://www.franchise-erfolge.de

http://www.franchiseportal.de/

http://www.fuer-gruender.de

http://www.franchise-net.de

https://www.igenda.de/igenda

 

05 Okt

Meine berufliche Zukunft: Bin ich ein Franchise-Typ?

Wer ist ein Franchise-Typ?

Dieser Blog wirft ein Blicklicht auf Eigenschaften und Überlegungen, um als Franchise-Partner erfolgreich zu sein.

Das Wording ändert sich. Vor zwei Jahren war vermehrt noch vom “Franchise-Nehmer” (und Franchise-Geber) die Rede, heute spricht man (und vor allem der Österreichische Franchise-Verband) vermehrt vom Franchise-Partner (und der Franchise-Zentrale). Finde ich in Ordnung, denn der eine nimmt nicht nur und der andere gibt nicht nur – vielmehr ist es ein laufender Austausch mehrerer Unternehmer/innen, die unter einem Markendach auftreten.

Zwischen eigenständigem/r Unternehmer!n und Teamplayer!nnen

Aber hallo! In diesem Absatz war schon eine klare Botschaft eingepackt: das Wort “Unternehmer!nnen”: denn als Franchise-Partner ist man selbständig! Mit allen Rechten und Pflichten eines/r Unternehmer!n. Und das ist bereits eine Seite des Spannungsbogens. Denn die andere Seite des Bogens heißt, eingebettet sein, in ein System, wo “miteinander” ein Kernwert ist. Nicht nur alleine anschaffen können, was Sache ist sondern definitiv Teamplayer sein. Das sind die beiden Pole, die man in sich vereinen können sollte, wenn in die Richtung Franchising gedacht wird.

Wertecheck! Pole: Freiheit – Sicherheit

Gleichzeitig sind die beiden Werte “Freiheit” und  “Sicherheit”, wie sie viele Menschen heute bei einem Berufswechsel suchen, ein großes Thema im Franchising. Denn zum einen habe ich natürlich die Freiheit, mir als Franchise-Partner meinen Standort und meine Finanzierung festzulegen, meine Mitarbeiter/innen auszusuchen, meine lokale Werbung zu platzieren und je nach System darüber hinaus Möglichkeiten, meinen unternehmerischen Alltag zu gestalten. Gleichzeitig erlebe ich durch die bereits definierten und zu lebenden Markenwerte und das aufgebaute System die “Sicherheit”, nicht jeden Fehler wiederholen zu müssen, den andere schon vor mir gemacht haben. Wenn allerdings “Freiheit” der höchste aller meiner Werte ist, dann wird mich Franchising vielleicht weniger glücklich machen.

Und dann gibt es natürlich verschiedene Studien, was macht Menschen generell im Job erfolgreich, bzw. welche Eigenschaften bringen erfolgreiche Franchise-Partner (also Franchise-Nehmer) mit?

Big five 

Da gibt es zum einen die “big five“, die in den erwähnten Studien immer wieder genannt werden. Diese Persönlichkeitseigenschaften umfassen  Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit.

Im Franchising werden davon vor allem zwei Eigenschaften als besonders relevant für den erfolgreichen Franchise-Typ gesehen: Extraversion (die nach außen gerichtete Haltung, der soziale Austausch, Aktivität) und die Gewissenhaftigkeit (sorgfältige Arbeit und Bereitschaft sich anzustrengen).

Dass genau jene Franchise-Partner am erfolgreichsten sind, die genau das leben, erstaunt nicht wirklich.

Weiters sind natürlich soziale Kompetenzen, wie die Selbststeuerung (Selbstkontrolle) und Offensivität (Konfliktbereitschaft, Entscheidungsfreude) sowie die Fach- und Methodenkompetenz, die Fähigkeit, neue Lösungen zu entwickeln und die Lernfähigkeit wichtige Faktoren für den Erfolg.

Welche Branche ist die Meine…

Wenn mir klar ist, ob ich mich mit diesen Basiswerten identifizieren kann und ich prinzipiell ein Franchise-Typ bin, könnte es schon schnell gehen: Welche Branche könnte meine sein…und schon wieder geht es um meine persönlichen Werte. Ist “Bewegung” einer meiner höchsten Werte, könnte es in Richtung einer der zahlreichen Fitness-Anbieter gehen (Links einfügen!!).

Wenn mein Thema primär  jedoch “Genuss” und “Essen”ist, dann ab ins Viertel der Systemgastronomen und in den Lebensmittelhandel.

Der Handel ist natürlich breit und bietet für alle, die gerne kaufen und verkaufen (haben Sie als Kind vor allem Kaufmann gespielt, dann denken sie ernsthaft darüber nach! Bei Interesse: Über Berufsorientierung habe ich mal eine Diplomarbeit geschrieben) Auf der Franchise Messe könnten Sie zB unter anderem TeeGeschwendner besuchen…

Die Techniker werden bei Systemen wie Pirtek, einem mobilen Hydraulikschlauservice fündig, die KFZ-Techniker vielleicht bei Lucky-Car oder Euromaster Reifenservice

Wenn mehr Interesse in Richtung Services, wie Printproduktionen, Grafik und Logistik vorhanden ist, bietet sich z.B. Mail Boxes Etc. (MBE) oder Sign a Rama (Werbemittelproduktion) an.

Oder ganz anders, Sie haben gerne mit Kindern zu tun? Wie wäre es dann, wenn Sie Bildungsmanager/in bei LernQuadrat oder der Schülerhilfe werden? Oder sich um Freizeitangebote für Kinder wie bei email hidden; JavaScript is required">Bricks 4 kidz oder Jumping Clay umsehen….

Sie sehen, der Markt ist breit. Wenn die Branche gefunden ist, dann würde ich mir die verschiedenen Marken in dieser Branche genauer ansehen. Wie verhalten sich die Menschen in diesen Systemen? Wollen Sie einer von diesen sein? Wie sprechen bestehende Franchise-Partner über die Zentrale? Was denken  Sie als Kunde über dieses System? Was ihre Familie, Freunde? Welche Ausbildungen werden geboten, wie hoch sind die Einstiegsgebühren, wie sieht es mit Investitionskosten und den monatlichen Franchisegebühren vom Umsatz (oft zwischen 7-10%) aus? Fallen extra Marketing- und Ausbildungskosten an?

Summary Franchise-Typ

Wenn klar ist, dass ich ein Franchise-Typ bin, welche Branche und welche Marke meinen Werten am ehesten entsprechen, dann könnte der nächste Schritt in Richtung Besuch der Österreichischen Franchise Messe gehen….

 

 

http://www.franchise-messe.at

http://www.cox-orange.at

http://www.franchise.at

 

01 Mai

Wie Sie erfolgreich Ihre Messe planen – Messeplanung ahoi!

Strategische Messeplanung ist gefragt. In diesem Blog geht es darum, wie Sie sich als Aussteller optimal auf eine Messe vorbereiten können. 

Für mich ist eine Messe die Premium-Kommunikation, nämlich face to face, also real life (!) und mit der Möglichkeit als Messebesucher, viel über die Marke und deren Mitarbeiter zu erfahren. Daher sollte aus Ausstellersicht dem Marketing- Instrument  “Messe” auch mit der notwendigen Aufmerksamkeit begegnet werden!

Messeplanung: Warum nehme ich an der Messe teil?

Hoffentlich haben Sie sich für die richtige Messe entschieden 🙂 Gründe  und Ziele für die Messeteilnahme sind ja vielseitig: z.B. bei der Österreichischen Franchise Messe geht es den meisten Ausstellern vor allem darum, neue Franchisenehmer zu finden.

Anderen geht es um die Markenpflege (ständiges Engagement, dass die eigene Marke dementsprechend und im richtigen Stil im richtigen Umfeld wahrgenommen wird) , Imagetransfer (junges System präsentiert sich neben etabliertem System und profitiert von der Bekanntheit der großen Marke) , Aufbau des Bekanntheitsgrades, Image nach innen (auch den eigenen Mitarbeitern und Team gegenüber) und außen, reiner Verkauf oder Solidarisierung mit der eigenen Branche, Branchentreff, Networking, Informationsaustausch, Marktbeobachtung…

Vieles beginnt vor der Messe….

Nach der Wahl zur richtigen Messe beginnt die Vorbereitung! Aus Sicht der Veranstalterin  der Österreichischen Franchise Messe habe ich in den letzten Jahren einiges wahrgenommen, was Aussteller besser machen könnten….

Denn es wird rund um eine Messe Zeit und Geld investiert – wäre schade, wenn die Organisation dazu einfach irgendwie passiert… (und es wirkt öfters so!)

Die  10 Basis-Überlegungen der Messeplanung:
  • Wie viel Budget steht in Summe zur Verfügung?
  • Wie viel Zeit haben wir für die Messeplanung bis zur Veranstaltung?
  • Welche Botschaft soll der Messeauftritt kommunizieren (wie sieht unser Stand aus? Kreativkonzept)?
  • Kommunizieren wir unsere Marke glaubhaft und lebendig?
  • Wie viele und welche Mitarbeiter betreuen die Messe?
  • Welche Materialien setzen wir auf der Messe ein?
  • Welche PR- oder Werbe-Begleitmaßnahmen unternehmen wir?
  • Über welche Wege und wann informieren wir unsere Kunden, leads, fans?
  • Haben wir uns die AGBs des Messe-Veranstalters durchgelesen? (zB Schön, wenn Sie planen, Promotoren durchs Messegelände zu schicken, aber dürfen Sie das auch ohne Mehrkosten?)
  • Wie sieht die Nachbetreuung der Interessenten aus? Was machen wir mit den Visitkarten?
Finanzielle Messeplanung – welches Budget brauchen wir?

Bedenken Sie neben den Kosten für den Standplatz und den Messe-Standbauer auch jene der zusätzlichen PR- und Werbemaßnahmen. Wenn Sie sich für eine Messe entscheiden und viel Energie und Geld in diese Maßnahme fließt, dann bitte ordentlich! D.h. auch die Folder oder landing-page, Gewinnspiele, Promotoren, Seiten im Messekatalog, Direct Mail an Ihre Kunden etc. kosten. Ein Anhaltspunkt: planen Sie das Doppelte der Standkosten (exkl. Personal) noch für die Messe (Messebauer, Kundenaussendung, Eintrittskarten,  Presseaussendung, Inserat im Messefolder, neue Drucksorten, evtl. Film für Screnn, dessen Miete….)

Zeitliche Messeplanung:

Zeit ist natürlich ein wesentlicher Faktor. Eine Messebeteiligung ist ein Highlight im Marketing-Plan. Nützen Sie die Zeit zur guten Vor- und Nachbereitung – nur dann holen Sie alles aus Ihrem Messe-Engagement heraus.

3 Tipps zum Thema “Zeit”

Bei manchen Messen (wie z.B. der Österreichischen Franchise Messe) macht es Sinn zeitig zu buchen.

  • Zum einen, um den Frühbucherbonus in Anspruch zu nehmen,
  • weil Sie sich den Standplatz womöglich noch aussuchen können (first come, first served)
  • und weil Sie ab Buchung in der Medienarbeit womöglich genannt werden, sicher jedoch schon auf der Website, die ein Teil der Bewerbung ist.

 

Standplanung:

wie groß wollen oder können Sie sich  präsentieren? Denken Sie daran, die Größe Ihres Auftritts suggeriert den Messebesuchern/innen auch Ihre vermeintliche Bedeutung in der Szene. Und nicht immer müssen Sie für die Bespielung Ihrer Standfläche viel Geld ausgeben – Kreativität ist gefragt!

Andererseits kann es auch Sinn machen, wenn Sie nicht viel zu zeigen haben (oder das Budget Ihnen einen Strich durch die Rechnung macht), eine kleine Standfläche und zusätzlich Werbung  zu buchen: ein Inserat im Messekatalog, Promotoren, Flyer auf den Sitzplätzen der Vorträge auflegen, im Messe-Sackerl eine Beilage planen, u.v.m – je nach Messe gibt es immer viele Möglichkeiten, zusätzlich, auf sich aufmerksam zu machen.

3 Tipps zur Standplanung:
  • Überlegen Sie Ihre Basiswerte und wie diese kreativ in Szene gesetzt werden können! Einer Ihrer Kernwerte ist Frische? Wie könnte man Frische übersetzen….
  • Überlegen Sie,  wie Sie die Gesprächssituation mit potentiellen Kunden gestalten wollen. Am Stehpult? Auf einer Couch? Servieren Sie dann Getränke? Wo werden diese und Ihre Arbeitstasche gelagert?
  • Ist Ihr Stand womöglich eine Art “Landmark” am Messegelände, weil er besonders auffällt (Höhe, Farbe, Form)

Hinweis: auf der Messe werden vor allem jene Stände fotografiert und gefilmt, die “anders” oder kreativ sind. Der Lohn dafür spiegelt sich in Presse- oder Filmberichten wider… Und diese Fotos können Sie auch wieder für Ihre interne Kommunikation, für Facebook etc. verwenden…

Wichtiger Punkt Ihrer Messeplanung: Mitarbeiter/innen auf der Messe:

bitte nur jene aussuchen, die gerne mit Menschen zu tun haben!

Schon gesehen: Mitarbeiterinnen, die sich während der Messe die Nägel lackieren (sic!), andere, die ständig telefonieren oder gar nicht am Stand zu sehen sind…. geht gar nicht!! Sie glauben nicht, was man hier alles sieht…. Gut sind Mitarbeiter/innen die es auch schaffen, auf andere zuzugehen und dann ZUHÖREN! Einige Fragen stellen, motivieren bis hin zu begeistern und nicht zu viel aber auch nicht zu wenig weitere Infos zur Verfügung zu stellen..

3 Tipps zum Thema Mitarbeiter/innen auf der Messe:
  • Nur Mitarbeiter/innen einbinden, die kommunikativ sind
  • Anzahl genau überlegen! An welche Aktionen auf der Messe nehmen Sie selbst teil? Halten Sie einen Vortrag oder sind in einen anderen externen Programmpunkt involviert? Dann gehört der Stand in der Zwischenzeit von einer zweiten Person betreut…. (Und jeder will mal Pause machen)
  • Genaue Schulung vorher! Was ist das Ziel (Image, Lead-Generierung..)? Wie verhalten wir uns? Wer übernimmt welche Rolle?

 

Welche Materialien setzen wir auf der Messe ein?

Wichtig: in welcher Form kommunizieren Sie auf der Messe? Haben Sie Folder im Gepäck oder vielleicht ein spezielles Messe-Handout konzipiert?

3 Tipps zum Info-Material:
  • Bedenken Sie, viele Messebesucher/innen wollen sich Basis-Informationen abholen, d.h. keep it simple!
  • Überschütten Sie  die Besucher/innen nicht mit Katalogen – das wirkt womöglich aufdringlich – und niemand mag kiloweise Material auf einer Messe schleppen.
  • Was bieten Sie digital an? Jüngere Besucher/innen setzen voraus, dass Sie auch in der digitalen Welt eine gute Figur machen. Ob das Ihre Website betrifft (mit z.B. einer eigenen landing page rund um die Messe), eine App für Erstinteressente oder kurze Erklär-Videos auf Youtube bzw. am Messestand.

 

Welche PR- oder Werbe-Begleitmaßnahmen bieten sich rund um die Messe an?

Eines sei vorweg genommen: es ist ganz klar auf der Messe zu sehen, wer sich vorher Gedanken über Begleitmaßnahmen gemacht hat und welche Aussteller nur mit ihrem Roll- up kommen und meinen, der oder die Messeveranstalter/in sollten gefälligst potentielle Kunden bringen. So funktioniert das allerdings nicht! Als Messeveranstalterin kann ich Menschen, die grundsätzlich über das Thema nachdenken durch Werbemaßnahmen erreichen – erfolgreich sind jene Aussteller, die darüber hinaus selbst aktiv sind!

4 Tipps zu PR- oder Werbe-Begleitmaßnahmen rund um die Messe
  • Beim Messeveranstalter/in nachfragen, ob es vergünstigte Karten für Aussteller zur Weitergabe an potentielle Kunden gibt – laden Sie Ihre Interessenten großzügig auf die Messe ein oder gewähren Sie einen Eintrittsrabatt beim Kartenkauf über Sie.
  • Schon an eine eigene Presseaussendung im Vorfeld der Messe gedacht? Informieren Sie die Medien, was es Neues bei Ihnen am Messestand zu sehen gibt (bzw. über news in Ihrem Unternehmen generell) mit Hinweis auf die Messe und Sie als Aussteller.
  • Online: Sie können den Messeveranstalter/in fragen, ob er/sie Ihnen einen digitalen Banner für Ihre Website zur Verfügung stellt (sieht professionell aus und Sie zeigen, dass Sie up to date sind),  informieren auf Ihrer Website über die Messe, via newsletter, posten Ihre Beteiligung auf Facebook, XING, Instagramm, google+ etc.
  • Bei der Franchise Messe stellen wir z.B. unseren Ausstellern auch Save-the-date-Karten für eigene Veranstaltungen zur Verfügung, bzw. Plakate für die Franchise-Standorte – fragen Sie nach, welches Material vorhanden ist, Sie werden letztendlich selbst davon profitieren.

Wie sieht die Nachbetreuung der Interessenten aus? 

Kaum zu glauben: auf meine Frage nach der Messe an eine Ausstellerin, deren Stand ständig von Interessenten belagert war, wie viele Franchisenehmer/innen sie gewonnen hatte, meinte diese: “Ach, wir hatten dann keine Zeit mehr uns darum zu kümmern.” (!!!!) Tatsächlich geschehen. Also machen Sie es besser!! Und überlegen Sie schon vor der Messe, welche nächste Info-Stufe Sie den Interessenten anbieten. Einzelgespräche in Ihrer Zentrale? Oder eine gemeinsame Präsentation an Ihrem Standort für alle Interessenten? Rufen Sie in der nächsten Woche an oder bekommen die Interessenten gleich auf der Messe eine Einladung in die Hand gedrückt? Was auch immer Sie dazu planen, Hauptsache, Sie planen!

Meine drei Zauber-Tipps für die Messe:
  • Gönnen Sie sich zwischendurch selbst einen Vortrag oder besuchen Kollegen, die gerade Zeit haben. Das sorgt für Abwechslung und macht auch inhaltlich Sinn. Unterschätzen sie nicht, was Sie selbst auf einer Messe lernen können, sei es durch die Vorträge oder von Kollegen/innen.
  • Gutes Schuhwerk: sollte zwar selbstverständlich sein, man sieht und hört anderes… 🙂
  • Einstellung – innerer Zustand: freuen Sie sich im Vorfeld schon auf die Messe und seien sie neugierig, was Sie alles erleben werden und wie Sie erfolgreich sein werden. Damit legen Sie einen weiteren Baustein für den tatsächlichen Erfolg. Denn es wird so werden, wie Sie es sich denken: wenn Sie vorher schon meinen, “Oh Gott, hoffentlich vergeht die Zeit schnell”, haben Sie leider in dem Moment das Geld für die Messe beim Fenster rausgeworfen…

Mehr zum Thema Messeplanung? ErfolgreicheMessebeteiligungGrundlagen

http://www.checkliste.de/unternehmen/marketing-und-vertrieb/messeorganisation.htm

 

http:www.cox-orange.at

15 Apr

Messe am Marketingplan ja, nein?

Hat das Marketing-Tool “Messe” ausgedient oder nicht?

Dieser Blog behandelt das Marketingwerkzeug Messe und warum es womöglich Sinn macht, sich dessen zu bedienen und auch als Konsument oder Fachinteressierter diese zu besuchen. 

Mittlerweile gibt es digitale Messen, inkl. der Möglichkeit über Skype oder andere Tools  sich digital zu unterhalten. Das ist schon bemerkenswert.

Sichtweise der Messebesucher/innen:

3 Gründe PRO Messe:

Gleichzeitig ist für mich eine Messe das Premium Tool der Kommunikation.

Vorteil 1: Wahrnehmung mit 5 Sinnen

Wir sind Menschen und nehmen mit unseren 5 Sinnen wahr – bei der rein digitalen Kommunikation können wir nicht alles (auch nonverbale Kommunikation) erfassen, wie im persönlichen Gespräch. Unsere 5 Sinne auszuschalten ( nur digitale Recherche) kommt einer Kastration unserer Fähigkeiten gleich.

Denn die direkte Wahrnehmung geht weit über den digitalen Eindruck hinaus. Wobei Achtung: Wenn eine Firma heute noch die Bedeutung der eigenen Website nicht erkennt, ist sie echt spät dran. Gerade die Jüngeren werfen zuerst einen Blick auf die Website.

Interessant ist in der Mail-oder sms, whats-App… – Kommunikation, dass wir durch Icons 🙂 dem geschriebenen Wort eine Stimmung mitgeben wollen , was zutiefst menschlich ist. Wir wollen verstanden werden!

Vorteil 2: persönlicher Gesamtüberblick 

Der zweite Vorteil ist, kombiniert mit dem ersten, mir gleich einen persönlichen Überblick über unterschiedlichen Anbieter zu ermöglichen. Welche Firma tickt wie? In  den letzten Jahren, wo Cox Orange selbst zum Messe-Veranstalter mit der Österreichischen Franchise Messe  wurde, habe ich viele Firmen beobachtet. Und das Verhalten deren Mitarbeiter/innen. Es ist schon so, dass hier wesentliche Unterschiede erkennbar sind! Damit kann ich als Interessentin schon mal ganz gut abchecken, ob mir der eine oder andere Auftritt der Teams und deren Verhalten näher liegt. Das würde rein digital in dieser Qualität und Geschwindigkeit nicht gelingen.

Vorteil 3: Wissen erweitern durch jedes Gespräch

Durch jedes geführte Gespräch lernen wir mehr fürs nächste Standgespräch. Wir sammeln Fachinformationen und “emotionale” Informationen, die letztendlich ein persönliches Bild abrunden.

Gerade wenn man noch relativ am Anfang der Recherchen steht, ist es sehr gut, sich diesen  gesamten Überblick zu verschaffen. Denn gerade im Franchising-Sektor ist es so, dass doch die Franchisegeber sehr unterschiedliche Angebote für Franchisenehmer formulieren. Wichtig ist, danach fragen  um seriös vergleichen zu können.

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Sichtweise der Messeaussteller/innen:

3 Gründe PRO Messe:

Vorteil 1: Interessenten finden

Eine Messe setzt einen thematischen Schwerpunkt im Land. Wenn die Bewerbung der Messe gut gemacht wird, darf man als Aussteller davon ausgehen, dass viele, die sich für das Thema interessieren, auch kommen. Im Vergleich dazu ist es ungemein aufwändiger alleine die Buschtrommel zu klopfen, um auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen.

Bei der Franchise-Messe kommt noch ein weiterer Aspekt auf der Meta-Ebene hinzu. Durch die Messe und die umfangreiche Kommunikation dazu, haben Menschen gelernt, dass es Franchising und interessante Angebote gibt und so manche wurden erst durch die Messe zu Interessenten.

Vorteil 2: Image- und Markenpflege

Die Imagepflege sollte ja laufend stattfinden. Es gilt, das eigene Angebot ins beste Licht zu rücken. Von Vorteil ist, wenn das Licht hell genug ist, dass mein Angebot auch von möglichst vielen gesehen wird.  Das heißt, im umgekehrten Sinn, wenn z.B. eine wichtige Themen-Messe stattfindet und diese umfangreich beworben wird (helles Licht) und meine Marke dabei nicht vertreten ist, nutze ich diesen Moment der offensichtlichen Imagepflege nicht….

Nicht zu vergessen, die Imagepflege “nach innen”: heißt in Richtung eigener Mitarbeiter/innen und z.B. Franchise-Nehmer/innen: es ist wichtig zu zeigen, “wir sind dabei, wir spielen mit”! Einzelgänger-Tum ist gerade im Franchising nicht angesagt. Und Mitarbeiter/innen und deren Einstellung zum System sind genauso die Botschafter der eigenen Marke…

Interessant ist auch das Phänomen des Markentransfers. Erklärt anhand der Franchise Messe: ist mein Franchise-System noch eher unbekannt und auf der Messe befindet sich mein Ausstellerstand neben einem sehr bekannten System, nimmt der Messebesucher auch den eher Unbekannten als bedeutender wahr- diese Marke spielt in dem Moment in der gleichen Liga!

Vorteil 3: Voneinander lernen

Immer wenn sich eine Gruppe  trifft, findet ein Austausch statt  wir lernen von einander, wir nehmen wahr, was die anderen machen, wir können die eigene Szene wieder besser einschätzen – eine Auffrischung der Wahrnehmung findet statt. Und im besten Fall,  lerne ich etwas dazu, was die anderen machen oder nicht oder ich erfahre eine Bestätigung zu eigenen Themen.

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27 Mrz

Entweder Kommunikation oder single

Rezept für gute  Kommunikation 

In diesem Blog erhalten Sie drei Empfehlungen, die Ihnen im Alltag für Ihre gute Kommunikation weiterhelfen.

Wir lernen viel. Sehr viel sogar. Nur leider meistens wenig über Kommunikation. Das ist insofern seltsam, als wir doch nur dank der Kommunikation mit anderen Menschen interagieren können. Wir lernen weder, wie wir Kinder richtig erziehen, eine Beziehung führen oder im Business mit anders denkenden umgehen. Wohin nicht gute Kommunikation führt haben wir schon in der Familie oder im Beruf erlebt und beobachten gleichzeitig auf der großen Weltbühne..

Ich finde, Basics zur Kommunikation sollten schon unsere Kinder in der Schule lernen!

Aber besser spät, als niemals 🙂

Empfehlung 1: Sich klarmachen, dass jeder anders tickt

Es ist eben so, dass jeder völlig anders groß geworden und sozialisiert wurde – in der Hirnforschung spricht man von “Verschaltungen” im Gehirn. Also wir sind einfach geprägt dadurch, was wir früher wahrgenommen und gelernt haben.  Nur leider hat jede/r völlig unterschiedliche Wege beschritten, die zu unterschiedlichen Werten, Überzeugungen, inneren Glaubenssätzen, Filtern etc. geführt haben. Insofern ist es eh ein Wunder, wenn zwei oder mehrere sich halbwegs verstehen  :-).

Wichtig ist, sich selbst zu verinnerlichen, dass die Welt, wie wir sie selbst wahrnehmen, nur unsere Welt ist. Jede/r sieht sie anders. Das Gute daran ist: hurra, wir können uns auch unsere Welt gestalten, wir bestimmen, ob wir uns aufs Positive konzentrieren (und den Regenbogen sehen), oder doch nur ärgerlich wahrnehmen, dass es regnet.

Wir sind unser eigener Regisseur unsers Lebens. Ja, das bedeutet auch Verantwortung für uns selbst übernehmen. Große Sache. Und dann sollen wir auch noch auf “die Anderen” schauen… JA! Denn das bedingt gute Kommunikation.

Die Herausforderung dabei: neugierig zu bleiben, wie andere die Welt sehen und Lust haben, in deren Welt einzutauchen um besser zu verstehen. Wie das geht? FRAGEN!!!

Und versuchen, sich mal bewusst  in die Lage des anderen zu versetzen. Was sieht der Andere? Was hat er oder sie verstanden und wahrgenommen?  Wer hat dann “Recht”?  Viel Spaß, das Abenteuer Kommunikation beginnt….

Empfehlung 2: Positiven, inneren Zustand aufbauen

Ganz wichtig vor jedem Gespräch – check, wie ist mein innerer Zustand? Wie gehts mir gerade? Wenn ich noch ärgerlich vom letzten Telefonat bin und diesen Ärger nicht bewusst “entsorge” werde ich ihn leider zum nächsten Gespräch mitnehmen und dort abladen. Gar nicht gut!

Im Coaching lernt man, wie man sich wieder positiv auflädt. Welcome! Oder, schon mal probiert, ein paar Minuten trotz Ärger zu lächeln? Interessanterweise übernimmt der Geist vom Körper das Signal “ist eh alles fein”!  Also die Wechselwirkung von Körper und Geist ist ja den Meisten bekannt …. aber auch bewusst, wie wir uns damit selbst steuern?? Hängende Schultern oder Mundwinkel, schlurfende Schritte – weg damit! So entsteht sicher kein guter, innerer Zustand! Und dieser ist notwendig, BEVOR sich wichtige Dinge tun…

Empfehlung 3: Wertschätzung, Wertschätzung, Wertschätzung

Es ist halt so: die Menschen wollen, dass sie Wertgeschätzt werden. Warum es uns so schwer fällt, ein Lob auszusprechen oder den Menschen hinter der Tätigkeit zu sehen? Ich weiß es nicht – und vergesse es auch öfters…. nicht gut!  Wertschätzung ist ein door-opener! Und damit meine ich nicht “schleimen” sondern den Gegenüber für irgendetwas in dem Moment wertzuschätzen, wenn es nicht sowieso offensichtlich ist. Vielleicht weil er oder sie sich für ein Thema engagiert (auch wenn das Engagement nicht unserer Meinung entspricht – immerhin, wie viele Menschen engagieren sich schon…) oder Aufmerksamkeit auf einen Punkt legt (nochmals: auch wenn für uns ein anderer Punkt wichtig ist, immerhin geht es um das Thema “Aufmerksamkeit”.) Und Wertschätzung zu geben, kann man üben! Wird sicher interessant, wenn Sie damit Ihr Umfeld überraschen 🙂

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26 Mrz

Aktuelle Entwicklung im Franchising

Franchising – aktuelle Entwicklungen

In diesem Blog geht es um die Veränderung im Franchising

Es ist interessant zu beobachten, was sich in den letzten Jahren im Wirtschaftssegment Franchising so tut. Überhaupt könnte man sagen, dass seit der Jahrtausendwende Franchising einen Turbo dazu geschalten hat. Wir reden von einem „Boom“, den auch die offizielle Studie des österreichischen Franchise-Verbandes bestätigt.

Auch interessant: die Geschichte des Franchisings. Entwicklung Franchising

Facts & figures im Franchising

Immerhin reden wir von jährlichen (!) ca. € 8 Mrd. Bruttowertschöpfung in Österreich, ca. 450 Systemen, an die 10.000 Standorte und ca. 60.000 MitarbeiterInnen, Tendenz steigend. Zumindest wollen, laut Befragung durch die WU Wien, über 70% der Franchisesysteme wachsen. Themen sind Qualitätssicherung, Franchisenehmer-Beiräte und ökologische Aspekte.

Neue Themen und “die Jungen”

Die Änderung ist jedoch auch in der Weiterentwicklung des Themas als solches spürbar: „social franchising“ oder „green franchising“ tauchen in Diskussionen auf. Bzw. haben auch viele junge Unternehmen erkannt, dass der Weg über Franchising hilft, rasch zu expandieren, um sich so ein Marktpotenzial zu sichern bzw. aufzubauen. Natürlich geht das schneller, wenn an 10 Standorten die gleiche Marke mit dem gleichen Angebot auftritt.

Und nein, dass müssen nicht nur Burger sein! Die Burgerketten allen voran Subway und McDonald´s mögen dem Franchising ursprünglich den drive gegeben haben – heute sind es jedoch z.B. die „Servicegärtner“, die sich zu einer Marke zusammen schließen um gemeinsam von der Arbeitsteilung (nicht jeder muss zB sein Marketing neu erfinden) zu profitieren.

Gegen Franchising

Dem Argument gegen Franchising, dass die Welt nicht noch mehr gleiche Produkte braucht und die Vielfalt dadurch verloren geht, mag zwar einiges abzugewinnen sein, gleichzeitig muss fairerweise gesagt werden, dass durch Franchising auch Produktqualität und Standards (zB bei den Lebensmitteln) zum Wohle der Konsumenten in den Regionen entstanden sind, die sich vielleicht nicht so in diesem Umfang entwickelt hätten.

Sicherer gründen?

Und auch, glaubt man den Studien, ist die Scheiterungsrate im Franchising im Vergleich zu einer „normalen“ Gründung viel niedriger, was natürlich den Unternehmern – und in weiterer Folge auch dem Land in dem die Unternehmer tätig sind – zu gute kommt.

Das wundert insofern nicht, als dass die Franchisesysteme mittlerweile viel Zeit investieren, bevor ein „Neuer“ aufgenommen wird. Zum Teil bieten sie eine monatelange Anstellung oder zumindest intensive Ausbildung vor dem Schritt in die Selbständigkeit als Franchisenehmer im eigenen System an, damit der Aspirant einerseits überhaupt sicher ist, mit dieser Marke die nächsten Jahre verbringen zu wollen und andererseits ihm auch schon das Rüstzeug für den Erfolg als Unternehmer mitgegeben wird.

Denn ein frühzeitiger Ausstieg wäre für alle Beteiligten höchst unangenehm. Neben den rechtlichen Themen (die meisten Verträge dauern 5 Jahre) ist es auch für die Marke eine Niederlage, wenn deren Erscheinen wieder aus dem Straßenbild verschwindet und Konsumenten womöglich beginnen, darüber zu diskutieren. Das tut dem Markenimage gar nicht gut – und die Marke ist schließlich ein wichtiges Kapital im Franchising.

Dienstleistungssektor wächst

Interessant ist auch, dass derzeit vor allem der Dienstleistungssektor im Franchising sichtbar in der Entwicklung anzieht. Neben den Servicegärtnern gibt es die Energiedetektive, Firmen, die 3-D-Druckerprodukte anbieten bis hin zu Bioresonanz, Sportstätten und Coaching. (Tipp: Besuch der Österreichischen Franchise-Messe von 4.-5.11.2016 in der Wiener Stadthalle, hier gehts zur Franchise Messe in Österreich).

Werte & sharen

Vielleicht entspricht der Wert des „Miteinanders“ auch dem Zeitgeist im Unternehmertum. Nicht jeder muss allein auf der grünen Wiese gründen und seine Erfahrungen (und Fehler!) machen, sondern es wird geshared. Heute wird ja von der Wohnung, den Autos bis zur Großmutter sharing großgeschrieben – warum also nicht auch eine Marke? Damit wäre Franchising meiner Meinung nach, erst so richtig in den Köpfen der Systembeteiligten angekommen: wir schaffen es miteinander, wir sind ein Team, wir haben einen gleichen Spirit, ähnliche Werte und vereinen uns zu einer Marke.

Änderung des Markenwertes?

Interessant finde ich, dass die Marke damit auch in dieser Diskussion einen anderen Stellenwert einnimmt: war es vorher primär der Bekanntheitsgrad der Marke, die Franchisewillige für sich eingenommen hat, bauen die jungen Systeme auch diese gemeinsam auf und teilen sich die Arbeitsagenden. Damit dieser Markenaufbau funktioniert ist es – wie generell im Marketing natürlich notwendig, dass eine klare Markenausrichtung und in Folge Markenbotschaft gibt, die der Konsument versteht. Doch die Chancen stehen auch für junge Marken im Franchising gut, den viele Studien aus der Kommunikationslandschaft bescheinigen den Trend, weg von Markenkonsumenten hin zu sehr mündigen Kunden, die genau prüfen, wofür eine Marke steht und im Zweifelsfall einfach wechseln, Loyalität war gestern, Glaubwürdigkeit und persönlicher benefit ist heute. Auch im Marketing stehen uns offenbar disruptive Zeiten (ja, ein Modewort… dafür, dass sich echt alles verändern wird 🙂 bevor.

Ich bin mir sicher, auch die Entwicklung im Franchising wird in den nächsten Jahren noch sehr spannend werden!

www.franchise-messe.at

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