10 Mai

Networking – Königsdisziplin in der PR

In diesem Blog geht es um Networking  als Kommunikationstool  innerhalb der Kommunikationspolitik, die hoffentlich auch großteils strategisch angelegt wird. Am Bild: die Cox-Orange-Beziehungskiste...

Worum geht es beim Thema Networking: um Kontakte und das Wissen, wer für welches Thema steht,  wer woran arbeitet, welche Leidenschaften pflegt und wer  in welcher Funktion wofür tätig ist…

Wozu helfen uns diese Informationen? In der Projektarbeit ist es einfach dienlich, zu wissen, wen man wofür kontaktieren oder einbinden kann. Lobbying ist eine spezielle Form, die ich teilweise unter Networking verstehe. Lobbying ist natürlich spezifisch, hat eine ganz bestimmte Absicht, etwas zu erreichen – Networking ist unverbindlicher, man oder frau befindet sich mal am Markt der Informationen…..

Umgekehrt geben wir natürlich auch den anderen während des Networkings Informationen über uns weiter und helfen damit, dem Zufall eine Chance zu geben, wenn es um Auftragserteilung oder andere unserer Ziele geht.

Hier ein paar grundsätzliche Anregungen, für professionelles Networking

  • Wozu will ich mich mit dem Thema beschäftigen?

Klarheit ist gefragt! Geht es mir womöglich um:

  • Fachwissen der anderen
  • Insider Wissen
  • Meinen eigenen Bekanntheitsgrad aufzubauen
  • Mein Image! Daher besuche ich bestimmte Veranstaltungen
  • Sponsoren – Gewinnung
  • Aufträge lukrieren (selten durch sporadische Netzwerkaktivitäten….)
  • Bewerbung eines Projektes, einer Aktivität (tu Gutes und sprich darüber)

Dann stellt sich die Frage: In wie vielen Netzwerken bringe ich mich aktiv oder passiv ein?

  • Check: Welche gibt es zu meinem Thema und meinem Ziel  (national + international, real, digital, offene oder solche mit Mitgliedschaften…
  • Time-Management: Wie viel Zeit kann ich pro Woche in Termine investieren?

Und dann der Überblick – wer passt zu mir?

  • Welche interessanten Netzwerke erschliessen sich mir?
  • Passt deren Themenbezug zu meinen Themen und Zielen?
  • Charakter-Check: welche Leute engagieren sich dort und wer kommt zu deren Veranstaltungen hin? Sympathisch oder von einem anderen “Planeten”? (dann Hände weg davon, das bringt auf Dauer nichts)

Nicht unwesentlich –  was kostet Networklng?

  • Zeit!!! Und Zeit ist Geld. Networking sollte als Investment betrachtet werden! Eine Form der Akquise, Werbung, Kommunikationspolitik…
  • Womöglich Mitgliedsbeiträge

Tipps zum Networking:

  • ist mein Ziel klar?
  • Networking ist geben und nehmen – und wenn ich gebe, kann ich nicht davon ausgehen, sofort etwas zurück zu bekommen…
  • Verbindung halten. Ein Kontakt, der nicht gepflegt wird, bringt nicht viel (sofort Newsletter, Infos schicken, damit die zarte Pflanze der Verbindung wachsen kann)
  • Vorbereitung zu einem Networking-Termin:  wer ist dort? Und:  bis zu den Visitkarten denken!
  • Beim Gespräch: Was verbindet uns?
  • Dem anderen Interesse-Wertschätzung & Würdigung entgegen bringen, sozusagen der Humus für Weiteres. Und wenn das nicht da ist, dann würde ich mir gleich eine/n anderen Gesprächspartner/in suchen.
  • Authenisch bleiben! Sonst wirkt es komisch – und das wollen wir vielleicht nicht…
27 Mrz

Entweder Kommunikation oder single

Rezept für gute  Kommunikation 

In diesem Blog erhalten Sie drei Empfehlungen, die Ihnen im Alltag für Ihre gute Kommunikation weiterhelfen.

Wir lernen viel. Sehr viel sogar. Nur leider meistens wenig über Kommunikation. Das ist insofern seltsam, als wir doch nur dank der Kommunikation mit anderen Menschen interagieren können. Wir lernen weder, wie wir Kinder richtig erziehen, eine Beziehung führen oder im Business mit anders denkenden umgehen. Wohin nicht gute Kommunikation führt haben wir schon in der Familie oder im Beruf erlebt und beobachten gleichzeitig auf der großen Weltbühne..

Ich finde, Basics zur Kommunikation sollten schon unsere Kinder in der Schule lernen!

Aber besser spät, als niemals 🙂

Empfehlung 1: Sich klarmachen, dass jeder anders tickt

Es ist eben so, dass jeder völlig anders groß geworden und sozialisiert wurde – in der Hirnforschung spricht man von “Verschaltungen” im Gehirn. Also wir sind einfach geprägt dadurch, was wir früher wahrgenommen und gelernt haben.  Nur leider hat jede/r völlig unterschiedliche Wege beschritten, die zu unterschiedlichen Werten, Überzeugungen, inneren Glaubenssätzen, Filtern etc. geführt haben. Insofern ist es eh ein Wunder, wenn zwei oder mehrere sich halbwegs verstehen  :-).

Wichtig ist, sich selbst zu verinnerlichen, dass die Welt, wie wir sie selbst wahrnehmen, nur unsere Welt ist. Jede/r sieht sie anders. Das Gute daran ist: hurra, wir können uns auch unsere Welt gestalten, wir bestimmen, ob wir uns aufs Positive konzentrieren (und den Regenbogen sehen), oder doch nur ärgerlich wahrnehmen, dass es regnet.

Wir sind unser eigener Regisseur unsers Lebens. Ja, das bedeutet auch Verantwortung für uns selbst übernehmen. Große Sache. Und dann sollen wir auch noch auf “die Anderen” schauen… JA! Denn das bedingt gute Kommunikation.

Die Herausforderung dabei: neugierig zu bleiben, wie andere die Welt sehen und Lust haben, in deren Welt einzutauchen um besser zu verstehen. Wie das geht? FRAGEN!!!

Und versuchen, sich mal bewusst  in die Lage des anderen zu versetzen. Was sieht der Andere? Was hat er oder sie verstanden und wahrgenommen?  Wer hat dann “Recht”?  Viel Spaß, das Abenteuer Kommunikation beginnt….

Empfehlung 2: Positiven, inneren Zustand aufbauen

Ganz wichtig vor jedem Gespräch – check, wie ist mein innerer Zustand? Wie gehts mir gerade? Wenn ich noch ärgerlich vom letzten Telefonat bin und diesen Ärger nicht bewusst “entsorge” werde ich ihn leider zum nächsten Gespräch mitnehmen und dort abladen. Gar nicht gut!

Im Coaching lernt man, wie man sich wieder positiv auflädt. Welcome! Oder, schon mal probiert, ein paar Minuten trotz Ärger zu lächeln? Interessanterweise übernimmt der Geist vom Körper das Signal “ist eh alles fein”!  Also die Wechselwirkung von Körper und Geist ist ja den Meisten bekannt …. aber auch bewusst, wie wir uns damit selbst steuern?? Hängende Schultern oder Mundwinkel, schlurfende Schritte – weg damit! So entsteht sicher kein guter, innerer Zustand! Und dieser ist notwendig, BEVOR sich wichtige Dinge tun…

Empfehlung 3: Wertschätzung, Wertschätzung, Wertschätzung

Es ist halt so: die Menschen wollen, dass sie Wertgeschätzt werden. Warum es uns so schwer fällt, ein Lob auszusprechen oder den Menschen hinter der Tätigkeit zu sehen? Ich weiß es nicht – und vergesse es auch öfters…. nicht gut!  Wertschätzung ist ein door-opener! Und damit meine ich nicht “schleimen” sondern den Gegenüber für irgendetwas in dem Moment wertzuschätzen, wenn es nicht sowieso offensichtlich ist. Vielleicht weil er oder sie sich für ein Thema engagiert (auch wenn das Engagement nicht unserer Meinung entspricht – immerhin, wie viele Menschen engagieren sich schon…) oder Aufmerksamkeit auf einen Punkt legt (nochmals: auch wenn für uns ein anderer Punkt wichtig ist, immerhin geht es um das Thema “Aufmerksamkeit”.) Und Wertschätzung zu geben, kann man üben! Wird sicher interessant, wenn Sie damit Ihr Umfeld überraschen 🙂

www.cox-orange.at