21 Okt

Selbständigkeit – vom Abenteuer zur Erfüllung.

Von den Plus und Minus in der Selbständigkeit.

Ein Gedankenanstoß für unsichere Momente für die weitere Berufswahl. Lesen Sie hier, ob Sie ein Typ für den Chefsessel sind oder eher weniger.

Es sei vorweg genommen: nicht jeder ist für die Selbständigkeit geboren! Das ist natürlich eine sehr persönliche Sichtweise und man/frau kann auch vieles lernen. Dennoch sind mir in den über 20 Jahren meiner Selbständigkeit gewisse “Typen” von Menschen begegnet, wo ich meine,  gewisse Muster zu erkennen, die eher dafür oder gegen den Weg zum Chefsessel sprechen.

Grundsätzlich zur Selbständigkeit – Ein Auszug von 10 Punkten pro und contra

Was  spricht eigentlich dafür?

  • die Freiheit, den Arbeitsalltag nach eigenem Gutdünken zu gestalten
  • Projekte anzunehmen, abzulehnen, eigene zu entwickeln
  • Mehr Spielraum bei allen kaufmännischen Entscheidungen
  • direktes feedback zur eigenen Leistung
  • weg vom Heer der Angestellten hin zu einer individuell aufgebauten Firma
  • Chefs, Kollegen/innen und auch Kunden die nicht zu den eigenen Werten passen
  • mittlerweile: gutes Image in der Gesellschaft
  • Chance auf Selbstverwirklichung
  • Chance darauf, den eigenen Arbeitsplatz so lange zu erhalten, wie selbst gewünscht
  • Chance auf sehr guten Verdienst

Was spricht dagegen, selbst die Zügel in die Hand zu nehmen?

  • fehlende Idee
  • wenig eigene Energie
  • finanzielle Engpässe
  • Hoher Leistungsdruck, der auch am Wochenende nicht Pause macht
  • Überforderung in der Mitarbeiterführung
  • wenig kaufmännische Kenntnisse
  • keine Lust, die eigene Leistung “verkaufen” zu müssen
  • kein Mut, auch Neues auszuprobieren
  • Zweifel an sich selbst und den eigenen Talenten
  • fehlende “innere Referenz” für Entscheidungen (Abhängigkeit von der Meinung der anderen)

Ein Plädoyer für den eigenen Wertecheck!

In meiner Coaching-Ausbildung habe ich mich viel mit dem Thema “Werte” beschäftigt. Klar, Werte sind per se zuerst nur Wörter, Begriffe, die erst dann relevant werden, wenn sie mit Leben erfüllt werden.  Wenn man sich aber mal mit den eigenen Werten für die berufliche Erfüllung auseinandersetzt, merkt man sehr schnell, wie “wertvoll” dieses Wissen um die eigene, innere Gefühlsstruktur  vor einer Berufsentscheidung ist.

Beispiel: wenn einer meiner höchsten Werte “Freiheit” ist, werde ich, um beruflich glücklich zu werden, entweder einen Angestelltenjob mit sehr viel Spielraum brauchen oder ich werde Chef/in.  Hier kann ich sicher diesen Wert am intensivsten ausleben, auch wenn immer ein Rahmen von Kundenerwartungen, Technologie, Finanzen, Fähigkeiten der Mitarbeiter/innen etc. meinen Spielraum begrenzen.

Ist mein höchster Wert “Geld”, werde ich womöglich eher danach trachten, eine hohe Position in einem Unternehmen zu erlangen. Denn es sind nicht so viele, die  eine großartige, neue Idee für die Selbständigkeit entwickeln, wo sie einer von Hundert start-ups sind, für die das goldenes Zeitalter schon in jungen Jahren beginnt.

Auch “Sicherheit” ist so ein Klassiker. Ich werde mir schwer tun am Weg in die Selbständigkeit, wenn mir die Sicherheit am wichtigsten ist! Zu vielfältig sind die Risiken, das Unkalkulierbare am Weg zur/m erfolgreichen Chef!n.  “Bewegung” kann übrigens auch als Wert gesehen werden. Muss ich mich primär in bestehende Strukturen einbringen und die erhalten oder schaffe ich laufend Neues? Habe ich die Chance, neue Ideen zu verwirklichen und mich im Job “zu bewegen”?

Was passiert, wenn wir unsere angelegten Werte nicht leben?

Das ist einfach beantwortet: wir werden unglücklich oder krank – die schwächste Form ist laufende Unzufriedenheit. Denn wir agieren ständig gegen unser Naturell – das kann auf Dauer nicht gesund sein!

Wie erkenne ich meine Basis-Werte?

Eine Möglichkeit: in einem sehr ruhigen Moment die Augen schließen und auf die eigene, innere Stimme zu hören. Was sagt sie mir,  wenn ich mich  frage, welche waren die  glücklichsten Momente in meinem beruflichen Dasein? Dann suche ich mir eine Erinnerung aus und erinnere mich weiter: was habe ich in diesem Augenblick genau gemacht? Wie, mit wem, mit welchem Hintergrund, was hat mir daran so gut gefallen? Denn diese Momente gilt es zu wiederholen….

Und dann? Was hilft mir das bei meiner Entscheidung für oder gegen die Selbständigkeit?

Immer dann, wenn wir uns sehr schwer mit Entscheidungen tun, kann es daran liegen, dass einfach zu wenig Klarheit  vorhanden ist. Gerade wenn ich den Sprung in die Selbständigkeit wage (und meistens ist es ein Sprung)  hilft  natürlich zum einen körperliche Fitness :-). Zum anderen  geht es um notwendige Informationen. Erst wenn viele Daten, Fakten auf sachlicher Ebene auf dem Tisch liegen und auch auf persönlicher Ebene bestmögliche Klarheit /inneres Spüren gegeben ist. Markt- und Selbsterkenntnis gleichermaßen machen Sinn. Denn diese Entscheidung hat natürlich weitreichende Konsequenzen – für das eigene Leben (inkl. Urlaubs- und Freizeitgestaltung), für die Familie, Freunde und das Bankkonto.

Sollte die ganze Familie gegen meine Selbständigkeit sein, könnte der Weg mühsam werden. Der ohnedies vorhandene Druck wird nochmals durch das Umfeld verstärkt…. Ergo: so viele Argumente und Beispiele für eine pro-Entscheidung den Liebsten präsentieren, diese natürlich gepaart mit  der eigenen Begeisterung … (wobei, Selbständigkeit bedeutet meines Erachtens trotzdem immer wieder Abenteuer zu erleben und zu bestehen – sicher besser, wenn die Familie mit dem Wert der Unsicherheit irgendwie auch klar kommt). Wobei ich meine, dass Sicherheit heute auch im Angestelltendasein nur mehr ein Wunsch ist.

Eine Anregung: Franchising verbindet Welten

Vor einigen Jahren machte ich mich mit dem Thema Franchising vertraut. Könnte durchaus sein, dass, wenn ich nicht schon vor so langer Zeit mein eigenes Unternehmen gegründet hätte, ich heute auch als Franchisepartner in die Selbständigkeit  starten würde. Warum?

Franchisenehmer sein bedeutet zweierlei: selbständiger Unternehmer mit allen Rechten und Pflichten zu sein – gleichzeitig den Wert des “Miteinanders” und mehr Sicherheit als bei der klassischen Gründung zu leben. Denn alle Franchisepartner und die Zentrale sitzen in einem Boot und rudern (hoffentlich) in die gleiche Richtung. Die Ausbildung vor dem Start ist bei den meisten Systemen umfangreich, es gibt laufende Unterstützung und vor allem: ich suche mir vorher eine existierende, mir sympathische Marke aus und nütze vom Start weg die aufgebauten Strukturen, den Bekanntheitsgrad und das Image der Marke.

Klassische Gründungen müssen viel mehr Zeit und Risiko investieren – ohne gleichwertige Sicherheit auf Erfolg.  Laut Studien scheitern Franchisepartner auch weniger häufig als klassische Unternehmen, was logisch erscheint, ob der Vorteile zum Start.

Also vielleicht überlege ich es mir auch noch mal und nehme eine Franchisemarke zu meinem bestehenden Geschäft dazu – das würde dem Trend des Mulitbrands entsprechen, wo ein Unternehmen für verschiedene Marken aktiv ist….

Tipp:

Österreichische Franchise-Messe 9.-10. 11. 2018

http://www.franchise-messe.at

 

Foto:  Norbert Steinwidder/Futterhaus, Barbara Rolinek/ÖFV, Carina Felzmann/Cox Orange, Carina Dworak/Mrs. Sporty.  credits: Roland Unger/Cox Orange

11 Apr

Die Heldenreise – neue Art der Berufsorientierung

Der Ruf des Abenteuers

 

In diesem Blog geht es um das Coaching-Tool der “Heldenreise”, das ich gerne für Entscheidungen zur beruflichen Veränderung einsetze. Die “Heldenreise” basiert auf Sagen, Mythen, alten Geschichten und ist sogar der rote Faden für die erfolgreichen, US-Blockbuster.

Die Heldenreise spiegelt eine eine archetypische Grundstruktur wider und ist dadurch erprobte Handlungsvorlage für viele erfolgreiche Filme wie Harry Potter, Findet Nemo, Star Wars u.v.m.

Vor allem der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell (1904-1987) hat sich mit dem Motiv der Heldenfahrt intensiv beschäftigt.

Campbells Zyklus der Heldenfahrt wurde von zahlreichen Therapeuten und Coaches (wie beispielsweise Paul Rebillot) zu einem psychologischen und initiatorischen Training weiterentwickelt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Campbell

Die Basis der Heldenreise sind Geschichten (stories), aus Mythen, Sagen, Religionen, die einem universellen Konzept mit verschiedenen Stationen folgen.

Die Stationen der Heldenreise

Der Alltag  In der Welt des Heldes, der Heldin gibt es Unzufriedenheit mit einer Lebenslage.  Bei einer möglichen Veränderung steht einiges am Spiel.

Der Ruf des Abenteuers Entweder sind es innere Stimmen oder äußere Berater, die dem Helden, der Heldin, empfehlen, etwas zu verändern. Der Held überlegt, dem Ruff des Abenteuers zu folgen.

Die Weigerung Meistens will der Held auf die Bequemlichkeiten des Alltags nicht verzichten und verweigert sich dem Gedanken der Veränderung. Doch was würde passieren, wenn nichts passiert…?

Es folgen die Etappen der Begegnung mit den Helfern, Mentoren, das Überschreiten der ersten Schwelle, der Bewährungsproben, das Erkennen der Verbündeten und Feinde, die Entscheidungsprüfung, die Belohnung, die Rückkehr und die Integration in den Alltag.

Heldenreise im Coaching

Auch ich bediene mich gerne dem Tool der Heldenreise für Menschen, die beruflich einen neuen Weg einschlagen wollen.  Hier blegleite ich den coachee (Klienten) bei der Erstellung seines eigenen „Drehbuches“, einer Beschreibung seiner Reise zum Erfolg. Der coachee schlüpft in die Rolle eines Helden/einer Heldin und kann dissoziiert (aus einer Beobachterposition) die verschiedenen Stationen seiner Reise, seiner Begleiter, helfenden Zaubermittel u.vm. beschreiben. Kreativität ist erwünscht. Das besondere daran: auch hier stimuliert uns die „story“, vor allem, weil es die eigene ist. Durch die Coaching-Situation entsteht ein Rahmen des Vertrauens, des Loslassens, der durch die märchenhaften Figuren gefördert wird. Letztendlich geht es um die Übertragung auf die eigene Lebenssituation.

Erkennt der Coach/die Coachin während der Reise bestimmte Blockaden oder Filter des coachees, können (systemische) Interventionen dienlich sein. Fakt ist, der coachee gewinnt durch die Geschichte eine neue Perspektive auf seine persönliche Situation und damit einen möglichen Input für sein weiters Vorgehen.

Tipp für jene, die überlegen sich selbständig machen zu wollen – und das womöglich mit Franchising – im Juni ist die Heldenreise Programmpunkt im “Franchise Future Camp”.

http://www.cox-orange.at

16 Jan

Welches Franchise-System wählen? Einige Gedanken dazu.

Wie finde ich ein zu mir passendes Franchise-System? Die 10-Punkte-Liste für meine Entscheidung.

In diesem Beitrag geht es um die Auswahl eines Franchise-Systems und mögliche Parameter für die eigene Entscheidung, mit oft jahrelangen Konsequenzen.

Wenn ich a) die Entscheidung getroffen habe, mich selbständig zu machen und b) mich der Weg in die Selbständigkeit über Franchising am meisten anspricht dann kommt c) die Entscheidung für ein Franchise-System.

Wie finde ich dieses? Woran könnte ich mich orientieren?

Wenn wir den Entscheidungsprozess grob analysieren,  werden folgende Punkte von Relevanz sein, so ich diese Entscheidung aus Sicht eines zukünftig aktiven Franchise-Nehmers und nicht als Investor in Franchising treffen möchte.

1.) Entscheidung für eine Branche, eine Richtung:

Ist mir essen & trinken wichtig? Spielt Sport eine besondere Bedeutung in meinem Leben? Hatte ich immer schon einen Hang zum Lernen und Organisieren, faszinieren mich Immobilien oder die Technik und das Handwerk? Habe ich gerne mit Frauen, Kinder, zu tun? Also hier geht es darum, die nächsten Jahre mit einem Thema zu verbringen, das mir liegt, das mich mehr als andere Themen anspricht und ich mich auch inhaltlich authentisch einbringen kann.

2.) Werte-Check:

Habe ich mich für eine Richtung entschieden, werde ich die unterschiedlichen Anbieter jeweiliger Branchen finden: Bei den Immobilien werde ich u.a. auf ReMax http://www.remax.at, Falc-Immobilien http://www.falcimmobilien.de, Dahler & Company http://dahlercompany.com, Town & Country http://www.franchisepartnerschaft.de, stoßen, geht es um essen und trinken, könnte die Systemgastronomie von McDonald´s http://www.mcdonalds.at , Nordsee  http://www.nordsee.com/franchise, Backwerk  http://www.back-werk.de über Burgerista http://www.burgerista.com, Subway http://www.subway.com , Cinnabon , Hallo Pizza http://www.hallopizza.de u.v.m in Frage kommen, beim Lernen werde ich mit LernQuadrat, Schülerhilfe zu tun haben, im Sport mit Mrs.Sporty http://www.mrssporty.com, der Trainingsinsel http://www.trainingsinsel.com etc. in der Technik mit Pirtek http://www.pirtek.de , Maric Airclean http://maric-reinigung.com/, Filtafry http://www.filtafry.de, im Handel bei Mobile Outfitters https://www.clear-coat.com oder Amazing Jewelry http://dk.amazing.jewelry , im Dienstleistungsbereich werde ich z.B. bei Mail Boxes Etc. (MBE) https://www.mbe.de/defündig.

Jetzt geht es innerhalb dieser Gruppen um den nächsten Schritt der Auswahl.

Dazu ist meiner Ansicht nach sehr wichtig, in die  Wertelandschaft dieser Marken und der sie repräsentierenden Menschen einzutauchen. Wofür stehen diese Firmen? Sind deren Werte mit meinen eigenen Werten kompatibel?

Gerade wenn es um so wichtige Entscheidungen wie das eigene Berufsumfeld geht, sollten die Werte des Unternehmens, für das ich mich entscheide,  auch zu mir passen, sonst muss ich mich innerlich ständig “verbiegen”, das führt auf Dauer zu Streß. Ist mir z.B. Nachhaltigkeit sehr wichtig in meinem Leben und ich entscheide mich aus Kostengründen für ein Unternehmen, dass jedoch Nachhaltigkeit  gar nicht am Radar hat, werde ich auf Dauer nicht glücklich werden!

3.) Verhalten des Franchise-Systems:

Basierend auf den eigenen Werten, wird sich ein Unternehmen und seine MitarbeiterInnen und Franchise-PartnerInnen dementsprechend Verhalten. Gefällt mir das? Im Sinne des Mystery Shopping kann  ich womöglich das System mal in seinem Verhalten mir gegenüber schon ganz gut wahrnehmen, auch auf Messen im persönlichen Gespräch mit den Angestellten – bis hin zur Website und dem Auftritt des Franchise-Systems in sozialen Medien können Rückschlüsse gezogen werden, ob mir dieses Verhalten des Unternehmens gefällt und ich mich damit identifizieren kann.

Das geht bis zur Information, ob das Franchise-System über einen Beirat von Franchise-Partnern verfügt oder nicht.

Wie wird der Kernwert des Franchise-Gedankens, das “miteinander” gelebt?

4.) Kostencheck:

Hier präsentieren sich Francihse-Systeme sehr unterschiedlich. Es gilt zu unterscheiden zwischen Einstiegsgebühren (für die aufgebaute Marke), Investionskosten (Einrichtung), laufenden Franchise-Gebühren (monatlicher Beitrag, meistens vom Umsatz) manchmal zusätzlichen Marketing- und Ausbildungsbeiträgen. Hier gilt es gut zu rechnen, sich Beispiele von Business-Plänen zeigen zu lassen und auch zu bedenken, dass die Anfangsphase, also die ersten Monate des Aufbaues des eigenen Geschäftes womöglich eine Durststrecke darstellen. Hier sind bekannte Marken durchaus im Vorteil, weil der Endkonsument bereits weiß, was ihn erwartet, so er den bekannten Markennamen im Straßenbild wahrnimmt.

Andererseits können junge Systeme durch niedrige Einstiegsgebühren punkten.  Letztendlich zählen alle Punkte dieser Liste…

5.) Sympathie der Marke:

Natürlich sind wir selbst auch Endkonsumenten und werden die Marke womöglich schon innerlich abgespeichert haben. Bin ich im Alltag ein McDonalds  oder Burgerista-Fan,  wird mir die Entscheidung sicher leichter fallen! Was strahlt die Marke für mich aus? Wie präsentiert sie sich? Was ist das Produktversprechen, der emotionale Zusatznutzen? Welches Image assoziiere ich mit der Marke?

6.) Bekanntheitsgrad der Marke:

Je bekannter umso einfacher könnte man sagen. Das lassen sich die Firmen natürlich auch bezahlen. Sie haben über Jahre hinweg in die Markenpolitik investiert um einen bestimmten Status der Bekanntheit zu erreichen.  Es ist zwar nicht jeder, der bekannt ist, sympathisch, aber das obliegt wieder meiner persönlichen Einschätzung, siehe Punkt 5.

Mir fällt auf, dass gerade in den letzten Jahren auch immer mehr  junge Firmen über Franchising rasch ihren Marktanteil ausbauen wollen. Hier kann der potentielle Franchise-Nehmer noch nicht auf den Bekanntheitsgrad oder das aufgebauter Image setzen. Aber: oft sind es die Jungen, die sehr gute Ideen haben und auch in der Kommunikation auf ganz andere Strategien setzen, die wiederum bei jungen Konsumenten sehr gut ankommen.  Also wären die Systemreife und der Bekanntheitsgrad nur ein Punkt auf meiner Entscheidungsliste.

6.) Lokale Verfügbarkeit:

Sehr fein, wenn ich ein für mich passendes und finanzierbares System gefunden habe! Dann stellt sich natürlich die Frage, ist das in meinem lokalen Umfeld realisierbar? Gibt es einen Gebietsschutz? Oder muss ich, um bei meinem Wunsch-System Partner zu werden, lange Anfahrtswege in Kauf nehmen? Was bedeutet das dann für mich und meine Familie?

7.) Ausbildung:

Manche Systeme verlangen von vornherein eine bestimmte Fach-Ausbildung, andere setzen bewusst auf Quereinsteiger. Und wie sieht es mit der Einschulung und Weiterbildung durch das Franchise-System aus? Hier gibt es beträchtliche Unterschiede!

8.) Betreuung durch die Franchise-Zentrale:

In welcher Form und wie oft werde ich durch die Zentrale – und womit – unterstützt? Sitzen dort Profis im Marketing, im Verkauf, in der Finanzierung, in der Innovation? Welche Zusagen bekomme ich für das laufende Geschäft von der Zentrale?

9.) Innovationskraft des Franchise-Systems:

Jedes Unternehmen muss sich ständig weiterentwickeln.  Sind die Produkte oder Dienstleistungen des gewünschten Franchise-Systems fit für die Zukunft? Was wird dort für die Weiterentwicklung unternommen? Wie werden die Franchise-Partner dabei eingebunden?

10.) IT und technische Ausstattung:

Ohne ausgezeichnete IT und technische Infrastruktur geht in Zukunft immer weniger. Und Jedes Franchise-System muss sich Gedanken zur Kommunikation und dem Austausch mit den eigenen Franchise-Partnern machen, ebenso über eine ausgezeichnete Website für die Endkunden verfügen und auch für alle kaufmännischen und buchhalterischen Abläufe gute IT-Lösungen anbieten.

Natürlich ist jeder Franchise-Partner ein eigenständiger Unternehmer und kann sich in vielen Punkten für eigene Lösungen entscheiden, doch für mich ist ja einer der großen Vorteile eines Franchise-Systems, dass ich als Jungunternehmerin nicht alles selbst entdecken und aussuchen muss.

Zusätzlich werde ich natürlich auch die Standesvertretung befragen, also z.B den Österreichischen Franchise Verband oder den Deutschen Francnhise-Verband kontaktieren und auch deren Meinungen zu den Systemen einholen. Und auch den Weg zur WKO oder IHK suchen, bzw. mit anderen Franchise-Nehmern sprechen um möglichst viel an Informationen zu sammeln.  Dazu gehören natürlich auch Rechtsanwälte und Steuerberater – denn diese Gespräche würde ich auch führen, wenn ich den klassischen Weg der Selbständigkeit beschreiten würde. Das ist die Eigenverantwortung jedes Unternehmers, Unternehmerin.

Die online-Recherche auf Branchen-Plattformen wie auf dem Franchise-Portal, Franchise.net, Franchisedirekt oder Für Gründer.de  würde ich natürlich genauso betreiben, wie das Lesen von Fachjournalen wie Franchise Erfolge oder Igenda.

Und wenn die 10-Punkte-Liste geklärt ist und die weiteren Info-Gespräche geführt wurden, kommt natürlich noch eine besonders wesentliche Frage: Was sagt meine Familie dazu?  Je besser alle Punkte  gemeinsam und in aller Klarheit besprochen sind umso sicherer kann ich meinem beruflichen Weg als erfolgreiche Franchise-Nehmerin entgegen sehen 🙂

Tipp: Kurzer Animationsfilm dazu :  https://www.youtube.com/watch?v=xgRSZTy5HUY

http://www.franchise.at

http://www.franchiseverband.com/

http://www.franchise-erfolge.de

http://www.franchiseportal.de/

http://www.fuer-gruender.de

http://www.franchise-net.de

https://www.igenda.de/igenda