11 Apr

Die Heldenreise – neue Art der Berufsorientierung

Der Ruf des Abenteuers

 

In diesem Blog geht es um das Coaching-Tool der “Heldenreise”, das ich gerne für Entscheidungen zur beruflichen Veränderung einsetze. Die “Heldenreise” basiert auf Sagen, Mythen, alten Geschichten und ist sogar der rote Faden für die erfolgreichen, US-Blockbuster.

Die Heldenreise spiegelt eine eine archetypische Grundstruktur wider und ist dadurch erprobte Handlungsvorlage für viele erfolgreiche Filme wie Harry Potter, Findet Nemo, Star Wars u.v.m.

Vor allem der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell (1904-1987) hat sich mit dem Motiv der Heldenfahrt intensiv beschäftigt.

Campbells Zyklus der Heldenfahrt wurde von zahlreichen Therapeuten und Coaches (wie beispielsweise Paul Rebillot) zu einem psychologischen und initiatorischen Training weiterentwickelt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Campbell

Die Basis der Heldenreise sind Geschichten (stories), aus Mythen, Sagen, Religionen, die einem universellen Konzept mit verschiedenen Stationen folgen.

Die Stationen der Heldenreise

Der Alltag  In der Welt des Heldes, der Heldin gibt es Unzufriedenheit mit einer Lebenslage.  Bei einer möglichen Veränderung steht einiges am Spiel.

Der Ruf des Abenteuers Entweder sind es innere Stimmen oder äußere Berater, die dem Helden, der Heldin, empfehlen, etwas zu verändern. Der Held überlegt, dem Ruff des Abenteuers zu folgen.

Die Weigerung Meistens will der Held auf die Bequemlichkeiten des Alltags nicht verzichten und verweigert sich dem Gedanken der Veränderung. Doch was würde passieren, wenn nichts passiert…?

Es folgen die Etappen der Begegnung mit den Helfern, Mentoren, das Überschreiten der ersten Schwelle, der Bewährungsproben, das Erkennen der Verbündeten und Feinde, die Entscheidungsprüfung, die Belohnung, die Rückkehr und die Integration in den Alltag.

Heldenreise im Coaching

Auch ich bediene mich gerne dem Tool der Heldenreise für Menschen, die beruflich einen neuen Weg einschlagen wollen.  Hier blegleite ich den coachee (Klienten) bei der Erstellung seines eigenen „Drehbuches“, einer Beschreibung seiner Reise zum Erfolg. Der coachee schlüpft in die Rolle eines Helden/einer Heldin und kann dissoziiert (aus einer Beobachterposition) die verschiedenen Stationen seiner Reise, seiner Begleiter, helfenden Zaubermittel u.vm. beschreiben. Kreativität ist erwünscht. Das besondere daran: auch hier stimuliert uns die „story“, vor allem, weil es die eigene ist. Durch die Coaching-Situation entsteht ein Rahmen des Vertrauens, des Loslassens, der durch die märchenhaften Figuren gefördert wird. Letztendlich geht es um die Übertragung auf die eigene Lebenssituation.

Erkennt der Coach/die Coachin während der Reise bestimmte Blockaden oder Filter des coachees, können (systemische) Interventionen dienlich sein. Fakt ist, der coachee gewinnt durch die Geschichte eine neue Perspektive auf seine persönliche Situation und damit einen möglichen Input für sein weiters Vorgehen.

Tipp für jene, die überlegen sich selbständig machen zu wollen – und das womöglich mit Franchising – im Juni ist die Heldenreise Programmpunkt im “Franchise Future Camp”.

http://www.cox-orange.at

30 Mai

Wie Sie Aerger entmachten…

In diesem Beitrag geht es um das Thema Aerger, und wie wir dessen Entstehung verstehen und damit besser umgehen können. 

Die fünf Haupt- Gründe des Ärgers und seine Konsequenzen

Alarm Aerger! Natürlich – wir sind Menschen. Und Menschen ärgern sich halt manchmal. Wenn sie sich nicht ärgern, spielen sie womöglich “Mensch, ärgere dich!” Ohne jetzt darauf eingehen zu wollen, ob das vielleicht einem schwarzen Teil unserer Seele entspricht, wenn wir uns freuen, wenn der andere sich ärgert….

Faktum ist, dass der Aerger auf jeden Fall Konsequenzen hat – für Sie selbst und/ oder Andere, also ist es legitim, sich damit zu beschäftigen.

Warum wir uns ärgern – einige typische Gründe des Aergers

  • der andere hat/bekommt etwas, das wir gerne selbst hätten und wir wissen nicht, wie wir das bekommen können – wir ärgern uns
  • der andere macht etwas, dass wir uns nicht zugestehen oder trauen würden oder auch nicht ok finden
  • der andere löst unabsichtlich einen Stimulus, einen “Anker”  bei uns aus. Das kann ein Augenbrauen  hochziehen, ein Tonfall, eine Stimme, Handbewegung sein, die wir in der Vergangenheit schon mal – und das negativ – erlebt haben. Damit fallen wir zurück in die damalige Zeit und haben auch nur die damaligen Fähigkeiten zur Verfügung, wir sind also wieder ziemlich klein..
  • Unklares Ziel: es wird etwas vereinbart, jeder hat aber dazu leider eine andere Vorstellung. Das Ergebnis muss für einen unbefriedigend sein, wir ärgern und doppelt, weil wir haben doch vereinbart….
  • der andere wiederholt unseren Gedanken, nur so, dass es jetzt alle hören

Kosten des Aergers

Die Kosten des Aergers sind oft in der Wirtschaft sehr hoch. Aus Ärger wird etwas nicht intern kommuniziert, jemand nicht informiert, etwas blockiert, Die WKOÖ hat vor Jahren einmal dazu eine Studie präsentiert – die Zahlen waren beeindruckend.

Also besser, wir lernen mit diesem, sehr menschlichen Gefühl umzugehen!

Wie kommen wir mit Aerger klar?

Erster Tipp zur Reduktion von Aerger:

Durchatmen. Wenn Sie atmen, versorgen Sie Ihr Hirn mit Sauerstoff. Das ist nicht nur überlebensnotwendig sondern auch sehr hilfreich, wenn es darum geht, Alternativen zu finden. Sie wollen raus aus dieser Situation, also brauchen Sie Ideen. Ideen verlangen Sauerstoff – erst dann können Sie wieder resourcenvoll handeln.

Zweiter Tipp zur Reduktion von Aerger:

den anderen aussprechen lassen. Vielleicht hat er/sie sich selbst mächtig geärgert und lässt es jetzt an Ihnen los. Sinnlos, in solch einer Situation zu versuchen, den  Anderen mit Argumenten zu kommen! Denn jetzt fehlt ihm/ihr der Sauerstoff und ist wenig rational. Da können Sie nicht gewinnen. Besser: ausreden lassen, bis sich die negative Energie reduziert, und dann den Zaubersatz: ICH VERSTEHE SIE! Vielleicht ist es aus seiner/ihrer Sicht nachvollziehbar warum er/sie so in Saft gingen. Diese Aussage öffnet Türen zum “normalen ” Austausch….

Dritter Tipp zur Reduktion von Aerger:

Wenn bei Ihnen so richtig “die Post abgeht”, durchatmen und sich vorstellen, man sitzt in einer Ecke an der Decke und schaut auf die Situation herunter. Damit begeben Sie sich in eine “externe Sichtweise” (dissoziiert) und allein deswegen entmachten Sie den Ärger bis zu einem gewissen Grad. Wenn Ihnen das gelingt, können Sie analysieren, ob es sich womöglich um einen ausgelösten Anker geht (vor allem, wenn sonst wenig Gründe Ihren Ärger legitimieren) oder warum der/die Andere gerade so viel Macht über Sie hat, dass dieses intensive Gefühl bei Ihnen ausgelöst wird….

Vierter Tipp zur Reduktion von Aerger:

Sie entscheiden, ob Sie sozusagen den dunklen oder hellen Drachen in Ihnen füttern wollen (Kutschera).  Sie sind sozialisiert und sich dessen bewusst, dass Sie selbst entscheiden, ob Sie diesem Gefühl nachgeben oder das Fenster öffnen und die negativen Gedanken verschwinden lassen. Ob Sie sich in zwei Jahren noch daran erinnern werden? Das sind dann womöglich nur Wolken, die vorbei ziehen…..