21 Okt

Selbständigkeit – vom Abenteuer zur Erfüllung.

Von den Plus und Minus in der Selbständigkeit.

Ein Gedankenanstoß für unsichere Momente für die weitere Berufswahl. Lesen Sie hier, ob Sie ein Typ für den Chefsessel sind oder eher weniger.

Es sei vorweg genommen: nicht jeder ist für die Selbständigkeit geboren! Das ist natürlich eine sehr persönliche Sichtweise und man/frau kann auch vieles lernen. Dennoch sind mir in den über 20 Jahren meiner Selbständigkeit gewisse “Typen” von Menschen begegnet, wo ich meine,  gewisse Muster zu erkennen, die eher dafür oder gegen den Weg zum Chefsessel sprechen.

Grundsätzlich zur Selbständigkeit – Ein Auszug von 10 Punkten pro und contra

Was  spricht eigentlich dafür?

  • die Freiheit, den Arbeitsalltag nach eigenem Gutdünken zu gestalten
  • Projekte anzunehmen, abzulehnen, eigene zu entwickeln
  • Mehr Spielraum bei allen kaufmännischen Entscheidungen
  • direktes feedback zur eigenen Leistung
  • weg vom Heer der Angestellten hin zu einer individuell aufgebauten Firma
  • Chefs, Kollegen/innen und auch Kunden die nicht zu den eigenen Werten passen
  • mittlerweile: gutes Image in der Gesellschaft
  • Chance auf Selbstverwirklichung
  • Chance darauf, den eigenen Arbeitsplatz so lange zu erhalten, wie selbst gewünscht
  • Chance auf sehr guten Verdienst

Was spricht dagegen, selbst die Zügel in die Hand zu nehmen?

  • fehlende Idee
  • wenig eigene Energie
  • finanzielle Engpässe
  • Hoher Leistungsdruck, der auch am Wochenende nicht Pause macht
  • Überforderung in der Mitarbeiterführung
  • wenig kaufmännische Kenntnisse
  • keine Lust, die eigene Leistung “verkaufen” zu müssen
  • kein Mut, auch Neues auszuprobieren
  • Zweifel an sich selbst und den eigenen Talenten
  • fehlende “innere Referenz” für Entscheidungen (Abhängigkeit von der Meinung der anderen)

Ein Plädoyer für den eigenen Wertecheck!

In meiner Coaching-Ausbildung habe ich mich viel mit dem Thema “Werte” beschäftigt. Klar, Werte sind per se zuerst nur Wörter, Begriffe, die erst dann relevant werden, wenn sie mit Leben erfüllt werden.  Wenn man sich aber mal mit den eigenen Werten für die berufliche Erfüllung auseinandersetzt, merkt man sehr schnell, wie “wertvoll” dieses Wissen um die eigene, innere Gefühlsstruktur  vor einer Berufsentscheidung ist.

Beispiel: wenn einer meiner höchsten Werte “Freiheit” ist, werde ich, um beruflich glücklich zu werden, entweder einen Angestelltenjob mit sehr viel Spielraum brauchen oder ich werde Chef/in.  Hier kann ich sicher diesen Wert am intensivsten ausleben, auch wenn immer ein Rahmen von Kundenerwartungen, Technologie, Finanzen, Fähigkeiten der Mitarbeiter/innen etc. meinen Spielraum begrenzen.

Ist mein höchster Wert “Geld”, werde ich womöglich eher danach trachten, eine hohe Position in einem Unternehmen zu erlangen. Denn es sind nicht so viele, die  eine großartige, neue Idee für die Selbständigkeit entwickeln, wo sie einer von Hundert start-ups sind, für die das goldenes Zeitalter schon in jungen Jahren beginnt.

Auch “Sicherheit” ist so ein Klassiker. Ich werde mir schwer tun am Weg in die Selbständigkeit, wenn mir die Sicherheit am wichtigsten ist! Zu vielfältig sind die Risiken, das Unkalkulierbare am Weg zur/m erfolgreichen Chef!n.  “Bewegung” kann übrigens auch als Wert gesehen werden. Muss ich mich primär in bestehende Strukturen einbringen und die erhalten oder schaffe ich laufend Neues? Habe ich die Chance, neue Ideen zu verwirklichen und mich im Job “zu bewegen”?

Was passiert, wenn wir unsere angelegten Werte nicht leben?

Das ist einfach beantwortet: wir werden unglücklich oder krank – die schwächste Form ist laufende Unzufriedenheit. Denn wir agieren ständig gegen unser Naturell – das kann auf Dauer nicht gesund sein!

Wie erkenne ich meine Basis-Werte?

Eine Möglichkeit: in einem sehr ruhigen Moment die Augen schließen und auf die eigene, innere Stimme zu hören. Was sagt sie mir,  wenn ich mich  frage, welche waren die  glücklichsten Momente in meinem beruflichen Dasein? Dann suche ich mir eine Erinnerung aus und erinnere mich weiter: was habe ich in diesem Augenblick genau gemacht? Wie, mit wem, mit welchem Hintergrund, was hat mir daran so gut gefallen? Denn diese Momente gilt es zu wiederholen….

Und dann? Was hilft mir das bei meiner Entscheidung für oder gegen die Selbständigkeit?

Immer dann, wenn wir uns sehr schwer mit Entscheidungen tun, kann es daran liegen, dass einfach zu wenig Klarheit  vorhanden ist. Gerade wenn ich den Sprung in die Selbständigkeit wage (und meistens ist es ein Sprung)  hilft  natürlich zum einen körperliche Fitness :-). Zum anderen  geht es um notwendige Informationen. Erst wenn viele Daten, Fakten auf sachlicher Ebene auf dem Tisch liegen und auch auf persönlicher Ebene bestmögliche Klarheit /inneres Spüren gegeben ist. Markt- und Selbsterkenntnis gleichermaßen machen Sinn. Denn diese Entscheidung hat natürlich weitreichende Konsequenzen – für das eigene Leben (inkl. Urlaubs- und Freizeitgestaltung), für die Familie, Freunde und das Bankkonto.

Sollte die ganze Familie gegen meine Selbständigkeit sein, könnte der Weg mühsam werden. Der ohnedies vorhandene Druck wird nochmals durch das Umfeld verstärkt…. Ergo: so viele Argumente und Beispiele für eine pro-Entscheidung den Liebsten präsentieren, diese natürlich gepaart mit  der eigenen Begeisterung … (wobei, Selbständigkeit bedeutet meines Erachtens trotzdem immer wieder Abenteuer zu erleben und zu bestehen – sicher besser, wenn die Familie mit dem Wert der Unsicherheit irgendwie auch klar kommt). Wobei ich meine, dass Sicherheit heute auch im Angestelltendasein nur mehr ein Wunsch ist.

Eine Anregung: Franchising verbindet Welten

Vor einigen Jahren machte ich mich mit dem Thema Franchising vertraut. Könnte durchaus sein, dass, wenn ich nicht schon vor so langer Zeit mein eigenes Unternehmen gegründet hätte, ich heute auch als Franchisepartner in die Selbständigkeit  starten würde. Warum?

Franchisenehmer sein bedeutet zweierlei: selbständiger Unternehmer mit allen Rechten und Pflichten zu sein – gleichzeitig den Wert des “Miteinanders” und mehr Sicherheit als bei der klassischen Gründung zu leben. Denn alle Franchisepartner und die Zentrale sitzen in einem Boot und rudern (hoffentlich) in die gleiche Richtung. Die Ausbildung vor dem Start ist bei den meisten Systemen umfangreich, es gibt laufende Unterstützung und vor allem: ich suche mir vorher eine existierende, mir sympathische Marke aus und nütze vom Start weg die aufgebauten Strukturen, den Bekanntheitsgrad und das Image der Marke.

Klassische Gründungen müssen viel mehr Zeit und Risiko investieren – ohne gleichwertige Sicherheit auf Erfolg.  Laut Studien scheitern Franchisepartner auch weniger häufig als klassische Unternehmen, was logisch erscheint, ob der Vorteile zum Start.

Also vielleicht überlege ich es mir auch noch mal und nehme eine Franchisemarke zu meinem bestehenden Geschäft dazu – das würde dem Trend des Mulitbrands entsprechen, wo ein Unternehmen für verschiedene Marken aktiv ist….

Tipp:

Österreichische Franchise-Messe 9.-10. 11. 2018

http://www.franchise-messe.at

 

Foto:  Norbert Steinwidder/Futterhaus, Barbara Rolinek/ÖFV, Carina Felzmann/Cox Orange, Carina Dworak/Mrs. Sporty.  credits: Roland Unger/Cox Orange

16 Jan

Welches Franchise-System wählen? Einige Gedanken dazu.

Wie finde ich ein zu mir passendes Franchise-System? Die 10-Punkte-Liste für meine Entscheidung.

In diesem Beitrag geht es um die Auswahl eines Franchise-Systems und mögliche Parameter für die eigene Entscheidung, mit oft jahrelangen Konsequenzen.

Wenn ich a) die Entscheidung getroffen habe, mich selbständig zu machen und b) mich der Weg in die Selbständigkeit über Franchising am meisten anspricht dann kommt c) die Entscheidung für ein Franchise-System.

Wie finde ich dieses? Woran könnte ich mich orientieren?

Wenn wir den Entscheidungsprozess grob analysieren,  werden folgende Punkte von Relevanz sein, so ich diese Entscheidung aus Sicht eines zukünftig aktiven Franchise-Nehmers und nicht als Investor in Franchising treffen möchte.

1.) Entscheidung für eine Branche, eine Richtung:

Ist mir essen & trinken wichtig? Spielt Sport eine besondere Bedeutung in meinem Leben? Hatte ich immer schon einen Hang zum Lernen und Organisieren, faszinieren mich Immobilien oder die Technik und das Handwerk? Habe ich gerne mit Frauen, Kinder, zu tun? Also hier geht es darum, die nächsten Jahre mit einem Thema zu verbringen, das mir liegt, das mich mehr als andere Themen anspricht und ich mich auch inhaltlich authentisch einbringen kann.

2.) Werte-Check:

Habe ich mich für eine Richtung entschieden, werde ich die unterschiedlichen Anbieter jeweiliger Branchen finden: Bei den Immobilien werde ich u.a. auf ReMax http://www.remax.at, Falc-Immobilien http://www.falcimmobilien.de, Dahler & Company http://dahlercompany.com, Town & Country http://www.franchisepartnerschaft.de, stoßen, geht es um essen und trinken, könnte die Systemgastronomie von McDonald´s http://www.mcdonalds.at , Nordsee  http://www.nordsee.com/franchise, Backwerk  http://www.back-werk.de über Burgerista http://www.burgerista.com, Subway http://www.subway.com , Cinnabon , Hallo Pizza http://www.hallopizza.de u.v.m in Frage kommen, beim Lernen werde ich mit LernQuadrat, Schülerhilfe zu tun haben, im Sport mit Mrs.Sporty http://www.mrssporty.com, der Trainingsinsel http://www.trainingsinsel.com etc. in der Technik mit Pirtek http://www.pirtek.de , Maric Airclean http://maric-reinigung.com/, Filtafry http://www.filtafry.de, im Handel bei Mobile Outfitters https://www.clear-coat.com oder Amazing Jewelry http://dk.amazing.jewelry , im Dienstleistungsbereich werde ich z.B. bei Mail Boxes Etc. (MBE) https://www.mbe.de/defündig.

Jetzt geht es innerhalb dieser Gruppen um den nächsten Schritt der Auswahl.

Dazu ist meiner Ansicht nach sehr wichtig, in die  Wertelandschaft dieser Marken und der sie repräsentierenden Menschen einzutauchen. Wofür stehen diese Firmen? Sind deren Werte mit meinen eigenen Werten kompatibel?

Gerade wenn es um so wichtige Entscheidungen wie das eigene Berufsumfeld geht, sollten die Werte des Unternehmens, für das ich mich entscheide,  auch zu mir passen, sonst muss ich mich innerlich ständig “verbiegen”, das führt auf Dauer zu Streß. Ist mir z.B. Nachhaltigkeit sehr wichtig in meinem Leben und ich entscheide mich aus Kostengründen für ein Unternehmen, dass jedoch Nachhaltigkeit  gar nicht am Radar hat, werde ich auf Dauer nicht glücklich werden!

3.) Verhalten des Franchise-Systems:

Basierend auf den eigenen Werten, wird sich ein Unternehmen und seine MitarbeiterInnen und Franchise-PartnerInnen dementsprechend Verhalten. Gefällt mir das? Im Sinne des Mystery Shopping kann  ich womöglich das System mal in seinem Verhalten mir gegenüber schon ganz gut wahrnehmen, auch auf Messen im persönlichen Gespräch mit den Angestellten – bis hin zur Website und dem Auftritt des Franchise-Systems in sozialen Medien können Rückschlüsse gezogen werden, ob mir dieses Verhalten des Unternehmens gefällt und ich mich damit identifizieren kann.

Das geht bis zur Information, ob das Franchise-System über einen Beirat von Franchise-Partnern verfügt oder nicht.

Wie wird der Kernwert des Franchise-Gedankens, das “miteinander” gelebt?

4.) Kostencheck:

Hier präsentieren sich Francihse-Systeme sehr unterschiedlich. Es gilt zu unterscheiden zwischen Einstiegsgebühren (für die aufgebaute Marke), Investionskosten (Einrichtung), laufenden Franchise-Gebühren (monatlicher Beitrag, meistens vom Umsatz) manchmal zusätzlichen Marketing- und Ausbildungsbeiträgen. Hier gilt es gut zu rechnen, sich Beispiele von Business-Plänen zeigen zu lassen und auch zu bedenken, dass die Anfangsphase, also die ersten Monate des Aufbaues des eigenen Geschäftes womöglich eine Durststrecke darstellen. Hier sind bekannte Marken durchaus im Vorteil, weil der Endkonsument bereits weiß, was ihn erwartet, so er den bekannten Markennamen im Straßenbild wahrnimmt.

Andererseits können junge Systeme durch niedrige Einstiegsgebühren punkten.  Letztendlich zählen alle Punkte dieser Liste…

5.) Sympathie der Marke:

Natürlich sind wir selbst auch Endkonsumenten und werden die Marke womöglich schon innerlich abgespeichert haben. Bin ich im Alltag ein McDonalds  oder Burgerista-Fan,  wird mir die Entscheidung sicher leichter fallen! Was strahlt die Marke für mich aus? Wie präsentiert sie sich? Was ist das Produktversprechen, der emotionale Zusatznutzen? Welches Image assoziiere ich mit der Marke?

6.) Bekanntheitsgrad der Marke:

Je bekannter umso einfacher könnte man sagen. Das lassen sich die Firmen natürlich auch bezahlen. Sie haben über Jahre hinweg in die Markenpolitik investiert um einen bestimmten Status der Bekanntheit zu erreichen.  Es ist zwar nicht jeder, der bekannt ist, sympathisch, aber das obliegt wieder meiner persönlichen Einschätzung, siehe Punkt 5.

Mir fällt auf, dass gerade in den letzten Jahren auch immer mehr  junge Firmen über Franchising rasch ihren Marktanteil ausbauen wollen. Hier kann der potentielle Franchise-Nehmer noch nicht auf den Bekanntheitsgrad oder das aufgebauter Image setzen. Aber: oft sind es die Jungen, die sehr gute Ideen haben und auch in der Kommunikation auf ganz andere Strategien setzen, die wiederum bei jungen Konsumenten sehr gut ankommen.  Also wären die Systemreife und der Bekanntheitsgrad nur ein Punkt auf meiner Entscheidungsliste.

6.) Lokale Verfügbarkeit:

Sehr fein, wenn ich ein für mich passendes und finanzierbares System gefunden habe! Dann stellt sich natürlich die Frage, ist das in meinem lokalen Umfeld realisierbar? Gibt es einen Gebietsschutz? Oder muss ich, um bei meinem Wunsch-System Partner zu werden, lange Anfahrtswege in Kauf nehmen? Was bedeutet das dann für mich und meine Familie?

7.) Ausbildung:

Manche Systeme verlangen von vornherein eine bestimmte Fach-Ausbildung, andere setzen bewusst auf Quereinsteiger. Und wie sieht es mit der Einschulung und Weiterbildung durch das Franchise-System aus? Hier gibt es beträchtliche Unterschiede!

8.) Betreuung durch die Franchise-Zentrale:

In welcher Form und wie oft werde ich durch die Zentrale – und womit – unterstützt? Sitzen dort Profis im Marketing, im Verkauf, in der Finanzierung, in der Innovation? Welche Zusagen bekomme ich für das laufende Geschäft von der Zentrale?

9.) Innovationskraft des Franchise-Systems:

Jedes Unternehmen muss sich ständig weiterentwickeln.  Sind die Produkte oder Dienstleistungen des gewünschten Franchise-Systems fit für die Zukunft? Was wird dort für die Weiterentwicklung unternommen? Wie werden die Franchise-Partner dabei eingebunden?

10.) IT und technische Ausstattung:

Ohne ausgezeichnete IT und technische Infrastruktur geht in Zukunft immer weniger. Und Jedes Franchise-System muss sich Gedanken zur Kommunikation und dem Austausch mit den eigenen Franchise-Partnern machen, ebenso über eine ausgezeichnete Website für die Endkunden verfügen und auch für alle kaufmännischen und buchhalterischen Abläufe gute IT-Lösungen anbieten.

Natürlich ist jeder Franchise-Partner ein eigenständiger Unternehmer und kann sich in vielen Punkten für eigene Lösungen entscheiden, doch für mich ist ja einer der großen Vorteile eines Franchise-Systems, dass ich als Jungunternehmerin nicht alles selbst entdecken und aussuchen muss.

Zusätzlich werde ich natürlich auch die Standesvertretung befragen, also z.B den Österreichischen Franchise Verband oder den Deutschen Francnhise-Verband kontaktieren und auch deren Meinungen zu den Systemen einholen. Und auch den Weg zur WKO oder IHK suchen, bzw. mit anderen Franchise-Nehmern sprechen um möglichst viel an Informationen zu sammeln.  Dazu gehören natürlich auch Rechtsanwälte und Steuerberater – denn diese Gespräche würde ich auch führen, wenn ich den klassischen Weg der Selbständigkeit beschreiten würde. Das ist die Eigenverantwortung jedes Unternehmers, Unternehmerin.

Die online-Recherche auf Branchen-Plattformen wie auf dem Franchise-Portal, Franchise.net, Franchisedirekt oder Für Gründer.de  würde ich natürlich genauso betreiben, wie das Lesen von Fachjournalen wie Franchise Erfolge oder Igenda.

Und wenn die 10-Punkte-Liste geklärt ist und die weiteren Info-Gespräche geführt wurden, kommt natürlich noch eine besonders wesentliche Frage: Was sagt meine Familie dazu?  Je besser alle Punkte  gemeinsam und in aller Klarheit besprochen sind umso sicherer kann ich meinem beruflichen Weg als erfolgreiche Franchise-Nehmerin entgegen sehen 🙂

Tipp: Kurzer Animationsfilm dazu :  https://www.youtube.com/watch?v=xgRSZTy5HUY

http://www.franchise.at

http://www.franchiseverband.com/

http://www.franchise-erfolge.de

http://www.franchiseportal.de/

http://www.fuer-gruender.de

http://www.franchise-net.de

https://www.igenda.de/igenda

 

26 Mrz

Aktuelle Entwicklung im Franchising

Franchising – aktuelle Entwicklungen

In diesem Blog geht es um die Veränderung im Franchising

Es ist interessant zu beobachten, was sich in den letzten Jahren im Wirtschaftssegment Franchising so tut. Überhaupt könnte man sagen, dass seit der Jahrtausendwende Franchising einen Turbo dazu geschalten hat. Wir reden von einem „Boom“, den auch die offizielle Studie des österreichischen Franchise-Verbandes bestätigt.

Auch interessant: die Geschichte des Franchisings. Entwicklung Franchising

Facts & figures im Franchising

Immerhin reden wir von jährlichen (!) ca. € 8 Mrd. Bruttowertschöpfung in Österreich, ca. 450 Systemen, an die 10.000 Standorte und ca. 60.000 MitarbeiterInnen, Tendenz steigend. Zumindest wollen, laut Befragung durch die WU Wien, über 70% der Franchisesysteme wachsen. Themen sind Qualitätssicherung, Franchisenehmer-Beiräte und ökologische Aspekte.

Neue Themen und “die Jungen”

Die Änderung ist jedoch auch in der Weiterentwicklung des Themas als solches spürbar: „social franchising“ oder „green franchising“ tauchen in Diskussionen auf. Bzw. haben auch viele junge Unternehmen erkannt, dass der Weg über Franchising hilft, rasch zu expandieren, um sich so ein Marktpotenzial zu sichern bzw. aufzubauen. Natürlich geht das schneller, wenn an 10 Standorten die gleiche Marke mit dem gleichen Angebot auftritt.

Und nein, dass müssen nicht nur Burger sein! Die Burgerketten allen voran Subway und McDonald´s mögen dem Franchising ursprünglich den drive gegeben haben – heute sind es jedoch z.B. die „Servicegärtner“, die sich zu einer Marke zusammen schließen um gemeinsam von der Arbeitsteilung (nicht jeder muss zB sein Marketing neu erfinden) zu profitieren.

Gegen Franchising

Dem Argument gegen Franchising, dass die Welt nicht noch mehr gleiche Produkte braucht und die Vielfalt dadurch verloren geht, mag zwar einiges abzugewinnen sein, gleichzeitig muss fairerweise gesagt werden, dass durch Franchising auch Produktqualität und Standards (zB bei den Lebensmitteln) zum Wohle der Konsumenten in den Regionen entstanden sind, die sich vielleicht nicht so in diesem Umfang entwickelt hätten.

Sicherer gründen?

Und auch, glaubt man den Studien, ist die Scheiterungsrate im Franchising im Vergleich zu einer „normalen“ Gründung viel niedriger, was natürlich den Unternehmern – und in weiterer Folge auch dem Land in dem die Unternehmer tätig sind – zu gute kommt.

Das wundert insofern nicht, als dass die Franchisesysteme mittlerweile viel Zeit investieren, bevor ein „Neuer“ aufgenommen wird. Zum Teil bieten sie eine monatelange Anstellung oder zumindest intensive Ausbildung vor dem Schritt in die Selbständigkeit als Franchisenehmer im eigenen System an, damit der Aspirant einerseits überhaupt sicher ist, mit dieser Marke die nächsten Jahre verbringen zu wollen und andererseits ihm auch schon das Rüstzeug für den Erfolg als Unternehmer mitgegeben wird.

Denn ein frühzeitiger Ausstieg wäre für alle Beteiligten höchst unangenehm. Neben den rechtlichen Themen (die meisten Verträge dauern 5 Jahre) ist es auch für die Marke eine Niederlage, wenn deren Erscheinen wieder aus dem Straßenbild verschwindet und Konsumenten womöglich beginnen, darüber zu diskutieren. Das tut dem Markenimage gar nicht gut – und die Marke ist schließlich ein wichtiges Kapital im Franchising.

Dienstleistungssektor wächst

Interessant ist auch, dass derzeit vor allem der Dienstleistungssektor im Franchising sichtbar in der Entwicklung anzieht. Neben den Servicegärtnern gibt es die Energiedetektive, Firmen, die 3-D-Druckerprodukte anbieten bis hin zu Bioresonanz, Sportstätten und Coaching. (Tipp: Besuch der Österreichischen Franchise-Messe von 4.-5.11.2016 in der Wiener Stadthalle, hier gehts zur Franchise Messe in Österreich).

Werte & sharen

Vielleicht entspricht der Wert des „Miteinanders“ auch dem Zeitgeist im Unternehmertum. Nicht jeder muss allein auf der grünen Wiese gründen und seine Erfahrungen (und Fehler!) machen, sondern es wird geshared. Heute wird ja von der Wohnung, den Autos bis zur Großmutter sharing großgeschrieben – warum also nicht auch eine Marke? Damit wäre Franchising meiner Meinung nach, erst so richtig in den Köpfen der Systembeteiligten angekommen: wir schaffen es miteinander, wir sind ein Team, wir haben einen gleichen Spirit, ähnliche Werte und vereinen uns zu einer Marke.

Änderung des Markenwertes?

Interessant finde ich, dass die Marke damit auch in dieser Diskussion einen anderen Stellenwert einnimmt: war es vorher primär der Bekanntheitsgrad der Marke, die Franchisewillige für sich eingenommen hat, bauen die jungen Systeme auch diese gemeinsam auf und teilen sich die Arbeitsagenden. Damit dieser Markenaufbau funktioniert ist es – wie generell im Marketing natürlich notwendig, dass eine klare Markenausrichtung und in Folge Markenbotschaft gibt, die der Konsument versteht. Doch die Chancen stehen auch für junge Marken im Franchising gut, den viele Studien aus der Kommunikationslandschaft bescheinigen den Trend, weg von Markenkonsumenten hin zu sehr mündigen Kunden, die genau prüfen, wofür eine Marke steht und im Zweifelsfall einfach wechseln, Loyalität war gestern, Glaubwürdigkeit und persönlicher benefit ist heute. Auch im Marketing stehen uns offenbar disruptive Zeiten (ja, ein Modewort… dafür, dass sich echt alles verändern wird 🙂 bevor.

Ich bin mir sicher, auch die Entwicklung im Franchising wird in den nächsten Jahren noch sehr spannend werden!

www.franchise-messe.at

www.cox-orange.at

08 Mrz

Die Reise_eine Agenturstory zur Gründung

Die Reise bis in des Apfels Gehäuse am Spittelberg

Hier geht es darum, wie Cox Orange am Spittelberg entstand…eine kurze Agenturstory

Rückblende zur Agenturentstehung

Schon mal eine Tischlerei übernommen? Nein? Ich davor auch noch nicht… Es war ein Sprung ins kalte Wasser, die Selbständigkeit. Ob meinem Mann dieser Sprung als ehemaliger (sehr erfolgreicher) Turmspringer leichter fiel, sei dahin gestellt. Es brauchte schon etwas Mut, sich ins unbekannte Terrain zu wagen. Weg von der (vermeintlichen) Sicherheit aus dem Angestelltenverhältnis hinein ins Abenteuer. Denn trotz aller Vorbereitungen war er emotional schon mit vielen Schmetterlingen begleitet, der Aufbau der eigenen Firma. Doch der Treiber dahinter war stark genug: “wir machen unser eigenes Ding!” Bereit alles zu geben und Neues kennen zu lernen.

Resumée nach 20 Jahren:  ich würde es wieder tun!

Im Lebensbuch blättern

Basierend auf dieser Entscheidung haben sich unterschiedliche, neue Seiten in meinem Lebensbuch eröffnet  – die Eröffnung der zweiten Firma, der  PR-Agentur “Prehofer-Relations”,  als Vorgängerin zu Cox Orange, die Karriere in der Wirtschaftskammer bis hin zur Abgeordneten zum Nationalrat. Das war zwar nicht geplant – aber spannend, aufreibend, es gab viel zu lernen –  von “wie sage ich es….” bis zu “wie schütze ich mich vor  Emotionen”.

Kommunikation als Konstante

So unterschiedlich die Aufgaben und Funktionen auch waren, eine Konstante zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten Jahre: es ging immer um Kommunikation.  Und das ist die eigentliche Agenturstory. Ob es der Aufbau der Tischerei mit einer eigenen Website 1995 (!!) war, der Themenaufbau “Kreativwirtschaft” in Österreich für die WKO oder die Gespräche mit Abgeordneten aus Nordafrika im Rahmen meiner Tätigkeit im außenpolitischen Ausschuss im Parlament. Bis hin zur Themen-Weiterentwicklung von Franchising in Österreich.

Was habe ich gelernt?

Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg….

www.cox-orange.at

www.felzmann.com